Eschensterben als Gefahrenherd: Wanderwege gesperrt. Gesund aussehende Bäume könnten plötzlich umkippen – daher gibt es Sperren am Areal des Truppenübungsplatzes.

Von Otto Havelka. Erstellt am 17. Juni 2021 (04:44)
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Die Wanderwege am TÜPl.
TÜPl Bruckneudorf, TÜPl Bruckneudorf

Zurzeit ist in weiten Teilen des Truppenübungsplatzes (TÜPl), wo die Eschen einen hohen Anteil am Bewuchs haben, „die Sicherheit nicht mehr gewährleistet“, sagt TÜPl-Kommandant Markus Ziegler. „Klar ausgedrückt besteht in Teilen des TÜPl Lebensgefahr“, warnt Ziegler.

Kranke Bäume sind für Laien nicht erkennbar

Das Eschensterben habe mittlerweile ein dramatisches Ausmaß angenommen. Die kranken Bäume sind für Laien nicht erkennbar. Sie sehen gesund aus, haben eine volle Blätterkrone und stürzen zum Teil bei Windstille ohne Vorwarnung um. Die Bäume haben dabei Durchmesser von zehn Zentimeter bis zu einem Meter. Durch  Sofortmaßnahmen ist es bis dato gelungen die beiden Radwege und einige blaue markierte Wanderwege freizuschneiden, wodurch diese weiterhin von der Bevölkerung genutzt werden können. 

Wege werden nach und nach abgearbeitet

Da es zeitlich aber  unmöglich ist, gleichzeitig tausende Hektar zu bearbeiten, „müssen nun leider einige blaue Wege und das dazugehörige Gelände zu einem forstlichen Sperrgebiet erklärt werden“, bedauert Ziegler.

Dies bedeutet, dass das Begehen der Sperrgebiete bis zur Beseitigung der Bäume untersagt ist. In weiterer Folge werden in den nächsten Monaten die blauen Wanderwege abgearbeitet. „ Sobald auf einem Weg die Sicherheit wieder gewährleistet ist, wird dieser zur Benutzung freigegeben“, versichert der Kommandant. 

Benutzbare Wege in Schaukästen ausgehängt

Die Karten der benutzbaren Rad- und Wanderwege werden aktualisiert und in den Schaukästen ausgehängt. Ebenso wird informiert, sobald ein Weg freigegeben ist. 

Bereits Anfang des Monats wurden die Bürgermeister der umliegenden Gemeinden zu einem Informationstreffen eingeladen. Ziel war es, ein detailliertes Lagebild über die Gefahren, die aus dem Eschensterben erwachsen, zu geben und die Wegsperren zu erklären.