Kostenfrage: Stunde der Wahrheit für neue Volksschule

In wenigen Wochen sollen erste Kostenschätzungen für die Einrichtung einer Volksschule in der „erbse“ vorliegen.

Erstellt am 04. Oktober 2018 | 04:45
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In diesem denkmalgeschützten Gebäude soll die erste Volksschule von Bruckneudorf eingerichtet werden. Über Kosten und Finanzierung des Projektes soll in den nächsten Wochen Klarheit geschaffen werden.
Foto: Havelka

„Das wird eine Überraschung“: SP-Bürgermeister Gerhard Dreiszker wollte sich bei der Gemeinderatssitzung am vergangenen Donnerstag partout nicht festlegen, wie tief die Gemeinde für den geplanten Bau einer Volksschule im denkmalgeschützten Trakt der ehemaligen k.u.k.-Erbsenschälfabrik in die Tasche greifen muss.

Nach der Vorlage von knapp einem halben Dutzend Pläne soll noch im Oktober ein Vertrag mit der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft (OSG) abgeschlossen werden. Die OSG erwarb im Vorjahr mit dem Kauf des ehemaligen Areals der Reindl Agrarhandel GmbH auch den „erbse“-Gebäudekomplex.

"Ich bin selbst für den Bau einer eigenen Volksschule"

Dort soll in Kooperation mit der Gemeinde eine (vorerst) achtklassige Volksschule eingerichtet werden. Das Finanzierungsmodell: Die OSG baut die Volksschule und die Gemeinde kauft diese mit einer Art Leasing-Vertrag für die nächsten 30 Jahre.

VP-Gemeinderat Martin Hilmbauer stellte nach einem prüfenden Blick auf den Rechnungsabschluss 2017 die Gretchen-Frage: „Ich bin selbst für den Bau einer eigenen Volksschule. Aber gibt es einen Plan B, wenn wir uns das nicht leisten können?“

Zumindest die mit absoluter Mehrheit ausgestattete SP-Fraktion will sich mit derartigen Überlegungen aber nicht aufhalten. „Dann müssten unsere Kinder wieder die niederösterreichische Landeshymne lernen“, antworttete Dreiszker. Denn dann müssten die Bruckneudorfer Kinder wie bisher die Volksschule im niederösterreichischen Bruck besuchen. Dort herrscht allerdings schon jetzt akuter Platzmangel in den Volksschulen.