Militärhunde sollen Covid-19 erschnüffeln. Im Militärhundezentrum Kaisersteinbruch wird wissenschaftlich geprüft, ob Hunde Coronaviren aufspüren können.

Von Otto Havelka. Erstellt am 22. Juli 2020 (06:09)
Militärhunde könnten künftig für das Auffinden von Coronaviren eingesetzt werden. Im Bild: Training eines Militärhundes beim Aufspüren von Drogen.
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„Unsere Hunde können Waffen, Sprengstoff und Drogen erschnüffeln. Vielleicht auch Corona-Viren“, sagt der Leiter des Militärhundezentrums Kaisersteinbruch, Otto Koppitsch. Auf Initiative des Zetrums läuft seit ein paar Wochen mit internationaler wissenschaftlicher Begleitung ein aufsehenerregender Test: Ein belgischer Schäferhund wir darauf trainiert, etwa anhand infizierter Schutzmasken, Corona-Viren zu erschnüffeln. Das Projekt läuft noch bis Ende Juli und wird dann wissenschaftlich ausgewertet. Wenn das Ergebnis positiv ist, könne dann mit einer breiten Ausbildung von Spürhunden begonnen werden, erklärt Koppitsch.

Im Verteidigungsministerium versucht man, das heikle Experiment als sicher darzustellen: „Um die Sicherheit des Diensthundes und der Militärhundeführer in jedem Fall gewährleisten zu können, werden die Test-Röhrchen und -Masken mit Hilfe von UV-Strahlungen behandelt und noch vorhandene Viren inaktiviert.“, verlautet das Ministerium.