Sozialprojekt will unbürokratisch und schnell helfen

Erstellt am 10. Februar 2022 | 04:11
Lesezeit: 2 Min
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Bürgermeister Gerhard Dreiszker, Sozialersatzgemeinderat Georg Geigl und Landesrätin Daniela Winkler mit den ersten drei Rollstühlen.
Foto: Janoska
Georg Geigl will Hilfs- und Pflegebedürftigen in Bruckneudorf zur Seite stehen. So sollen etwa Rollstühle unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden.
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„Lass mich noch einmal die Sonne aufgehen sehen!“ Dieser Satz einer Angehörigen hat beim Ersatzgemeinderat für Soziales, Georg Geigl, einen tiefen Eindruck hinterlassen und lieferte gleichzeitig den Stein des Anstoßes für sein Sozialprojekt. „Ich habe persönlich leidvolle Erfahrungen gemacht und möchte dies meinen Mitmenschen ersparen“, so der Bruckneudorfer Pensionist.

Aus eigener Tasche finanziert, stellt Geigl drei moderne Rollstühle, darunter etwa einen „Pflegerollstuhl liegend“, für alle hilfs- und pflegebedürftigen Gemeindemitglieder zur Verfügung. „Ich sehe mich als Vertretung und Koordinator für alle PensionistInnen und Menschen mit Behinderung in der Gemeinde“, erklärt Geigl, der diese Funktion unentgeltlich ausübt. Landesrätin Daniela Winkler (SPÖ) streicht „die Ehrenamtlichkeit und das schnelle und unbürokratische Handeln“ des „Sozialersatzgemeinderats“ hervor. Dieser sieht sich nicht als Konkurrenz zu den Krankenkassen, sondern vielmehr als ergänzende Anlaufstelle, um im Notfall schnell und unkompliziert helfen zu können. Als ein weiteres Service bietet Geigl die Rolle eines Vermittlers an, wenn pflegebedürftige Menschen Hilfe benötigen, etwa bei Telefonaten oder dem Schriftverkehr mit anderen sozialen Anlaufstellen. Das Service wird im Laufe der Zeit und je nach Bedarf erweitert werden, „finanziert von der Gemeinde“, wie Bürgermeister Gerhard Dreiszker (SPÖ) betont.

Bereits jetzt kann man alle nötigen Informationen an insgesamt sechs Aushangstellen in der Gemeinde bzw. über die Gemeindezeitung und über die Gemeinde-Homepage unter den Rubriken „Bürgerservice“ und „Soziales“ in Erfahrung bringen.

Allfällige Hilfsmaßnahmen können bereits seit 1. Februar unentgeltlich in Anspruch genommen werden.

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