Trotz Fahrverbot: Viel Ärger mit Lkw

Die zweimonatige Sperre der B 10 zwingt Lkw zu einem Umweg über die A 4. Viele Lastler ignorieren aber das Fahrverbot.

Erstellt am 25. Juli 2019 | 04:20
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Zur Befreiung des hängengebliebenen Lkw musste auch die Feuerwehr Bruckneudorf ausrücken. Fazit: 23.000 Euro Strafe und Bergungskosten. Der LKW durfte dort gar nicht fahren.
Foto: FW Bruckneudorf

Satte 23.000 Euro muss ein ungarisches Unternehmen zahlen, dessen Lenker vor rund zwei Wochen auf der Umleitungsstrecke nach Parndorf auf einer Brücke hängen geblieben ist. Er hätte dort gar nicht fahren dürfen. Denn während der Sanierungsarbeiten an der B 10 (die NÖN berichtete) müssen Lkw über 3,5 Tonnen grundsätzlich über die A 4 ausweichen.

„Alles in allem funktioniert die Umleitung sehr gut“, weiß SP-Bürgermeister Gerhard Dreiszker. Das Problem seien die Lkw. Ausländische Frächter würden auch oft durch ihre Navi-Geräte fehlgeleitet.

Das sorgt vor allem bei Bewohnern in der Lindenbreite für Unmut. Denn die Sattelschlepper fahren von Parndorf kommend oft trotz Umleitungsschild auf der B 10 einmal Richtung Bruckneudorf. Dort ist eine Höhenkontrolle für Lkw installiert, und die „scheppert fünf bis zehn Mal in der Nacht“, weiß Dreiszker.

Viele Lkw legen dann den Retourgang ein und irren beim Reversieren und auf der Suche nach einem „Ausweg“ durch die Lindenbreite. Nun seien vermehrt Polizeikontrollen angesagt.  Denn „99 Prozent der Lkw dürften hier gar nicht fahren“, ärgert sich Dreiszker. Nur Quellverkehr und Zustelldienste sind ausgenommen.