„erbse“-Einbrecher in Schnellbahn gefasst. Eine Gruppe ortsansässiger Jugendlicher soll nicht nur den jüngsten Einbruch in der „erbse“ auf dem Kerbholz haben.

Von Otto Havelka. Erstellt am 31. Mai 2019 (04:01)
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Durch dieses Fenster dürften die Einbrecher in das Kulturzentrum eingestiegen sein. Die Fensterscheiben wurden fein säuberlich am Tatort deponiert.
Havelka

So schnell kann‘s gehen: Am vergangenen Mittwoch ertappte ein Team des Kulturzentrums „erbse“ eine Gruppe von Jugendlichen, die in das denkmalgeschützte Gebäude eingedrungen waren (die NÖN berichtete online). Einen Tag später war es wieder ein Mitglied des „erbse“-Teams, das die Einbrecher in einer Schnellbahn in Wien stellte.

Aufmerksam wurde der „erbse“-Mitarbeiter auf die Jugendlichen, weil sie im Zug zwischen Hauptbahnhof und Praterstern Lärm schlugen und Fahrgäste anpöbelten. Anhand eines Fotos, das am Vortag von den flüchtenden Übeltätern gemacht wurde, erkannte er sie wieder und verständigte die Polizei. Diese schnappte die Burschen am Bahnhof Wien Mitte zu einem Verhör.

Bei der „Gang“ soll es sich um eine Gruppe Jugendlicher aus Bruck und Bruckneudorf handeln, die schon einiges auf dem Kerbholz haben. So soll einer der Burschen mit seinen 15 Jahren bereits vier Vorstrafen ausgefasst haben. An der Neuen Mittelschule soll es mit einem Mitglied der Gruppe zu Problemen gekommen sein, weil er mit Drogen wie Marihuana gehandelt habe. In der „erbse“ wurden nach dem Einbruch zudem Metallkugeln als Munition für Soft-Guns gefunden.

Unklar ist, ob die Täter auch etwas mit dem Einbruch in der „erbse“ im vergangenen Herbst zu tun haben. Damals ließen die Täter teures technisches Equipment mitgehen. Diesmal wurde „nur“ der Getränkevorrat geplündert.