Windpark-Projekt: Kein „weißer Fleck auf der Landkarte“. Mit dem Spatenstich wurde der Startschuss für den Bau der ersten drei Anlagen gegeben. Zwei Weitere sollen folgen.

Von Susanne Müller. Erstellt am 10. September 2017 (04:30)
W.E.B
Symbolbild

„Wir waren lange ein weißer Fleck auf der Landkarte“, betonte SP-Bürgermeister Gerhard Dreiszker, dass es ihm und seinem Team ein Anliegen gewesen sei, in Sachen Energie „Teil des burgenländischen Weges“ zu sein.

„Wollen ja nichts zerstören“

Anders als seine Vorgängerin habe er sich deshalb mit Nachdruck darum bemüht, Bruckneudorf mit Windenergie zu versorgen. „Das war ein steiniger Weg“, erzählte Dreiszker von den anfänglichen Hürden. Letztendlich habe man aber im Energiepark Bruck den perfekten Partner gefunden.

Nun sollen in einem ersten Schritt drei Windkraftanlagen errichtet werden und in einer zweiten Ausbaustufe 2019 zwei weitere. „Geplant waren ursprünglich 14“, so Dreiszker. Die restlichen neun seien unter anderem nach Einsprüchen von „Birdlife“ nicht möglich gewesen.

Wehmütig sei man deshalb aber nicht. „Wir wollen ja nichts zerstören, sondern den Windpark im Einklang mit der Natur errichten“, so Dreiszker.

„Energie Burgenland Windkraft“-Prokurist Josef Kuzmits erläuterte die Notwendigkeiten, um eine Versorgungssicherheit sicherstellen zu können.

„Kabel liegen schon in der Erde“

Gratulationen sprach Thomas Huemer, Geschäftsführer und Miteigentümer der „Im Wind“-Gruppe, der Gemeinde dafür aus, dass sie „mit Beharrlichkeit Bevölkerung und Land überzeugt hat“. Denn, so Huemer: „Erneuerbare Energie ist die einzig wirtschaftlich sinnvolle Energieform, die wir dauerhaft haben werden.“

Wie weit man im Bezirk damit schon gekommen ist, das schilderte Windkraft-Pionier und Energiepark-Präsident Herbert Stava eindrucksvoll: „Mittlerweile produziert der Bezirk mehr als doppelt so viel Strom als der ganze Bezirk inklusive Flughafen verbraucht.“

Auf der Windpark-Baustelle in Bruckneudorf ist jedenfalls alles vorbereitet. „Die Kabel liegen schon in der Erde. Mitte Oktober wird mit dem Fundamentbau begonnen. Im März werden die Anlagenteile geliefert“, so Energiepark GmbH-Geschäftsführer Michael Hannesschläger. Mit den fünf Anlagen können etwas mehr als 9.000 Haushalte mit Strom versorgt werden.