Zu laut? Aus für Events im Freien bei der „erbse“. Die Gemeinde muss ein Lärmgutachten für Veranstaltungen auf dem Vorplatz zum Kulturzentrum „erbse“ vorweisen.

Von Otto Havelka. Erstellt am 25. Juli 2018 (05:35)
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Feiern im Freien wie im Bild beim „RisiBisi“-Rockfest ist im Kulturzentrum „erbse“ bis auf Weiteres untersagt.
Havelka

Die Bühne vor dem Kulturzentrum „erbse“ wird (bis auf weiteres) zum Potemkinschen Dorf. Denn Freiluftveranstaltungen wie etwa das traditionelle Frühschoppen-Konzert der Brucklyn Big Band oder auch lauschige Sommerfeste privater Veranstalter sind vorerst untersagt. – Die Gemeinde müsse davor ein Lärmgutachten einholen.

Laut gesetzlichen Bestimmungen des Landes wäre ein solches Gutachten schon seit jeher erforderlich. Da sich bislang niemand über Feste am „erbse“-Vorplatz beschwerte, wurde aber nicht danach gefragt.

Bei "Live-Musik" zusätzlich prüfen

Eine jüngst erfolgte Anrainer-Beschwerde löst nun ein behördliches Verwirr-Spiel aus: Laut Neusiedls Bezirkshauptfrau Birgit Lentsch gehe es bei einem solchen Gutachten für Veranstaltungsstätten darum, „was maximal zulässig ist.“ Dabei seien etwa Entfernungen zu Anrainern, Tageszeiten, üblicher Umgebungslärm, etc. zu berücksichtigen. Eine allgemein gültige Regel, ließe sich daraus aber nicht ableiten. So sei etwa bei Live-Musik „zusätzlich nochmals zu prüfen“, so Lentsch.

Bei privaten Festen wie etwa Hochzeits- oder Geburtstagsfeiern sei die Bezirkshauptmannschaft zwar nicht zuständig, bei Anrainerbeschwerden sei es aber egal, ob die Veranstaltung eine öffentliche oder private ist, erklärt Lentsch.

SP-Bürgermeister Gerhard Dreiszker tappt vorerst im Dunkeln und will in keine Gesetzesfalle tappen: Er wisse nicht, wofür ein nun beauftragtes Lärmgutachten im Detail gelte. Daher gebe es bis auf Weiteres keine Freiluft-Events vor der „erbse“.

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