Höflein: Schuldenfrei bis 2025. Der Voranschlag für 2021 wurde im Gemeinderat einstimmig beschlossen. Bis Ende 2025 sollen alle Schulden getilgt sein.

Von Stefanie Cajka. Erstellt am 08. Januar 2021 (03:34)
Bürgermeister Otto Auer ist mit der Finanzlage zufrieden.
Cajka

Während in vielen Kommunen das Geld aufgrund von Pandemie und Wirtschaftskrise knapp ist, hat die Gemeinde Höflein in ihrem Voranschlag für 2021 sowohl im Ergebnishaushalt (ähnelt der Gewinn- und Verlustrechnung) als auch im Finanzierungshaushalt (stellt Geldflüsse dar) einen geplanten Überschuss. Das Budget wurde im Gemeinderat einstimmig beschlossen.

Konkret soll es 2021 im Ergebnishaushalt ein Plus von 177.000 Euro geben, im Finanzierungshaushalt gar ein Plus von 467.300 Euro. „Corona hat uns überhaupt nicht erwischt“, erzählt VP-Bürgermeister Otto Auer. Die Minderzahlung der Ertragsanteile sei mit Geldern aus der Kommunalmilliarde kompensiert worden. Demnach müsse man im nächsten Jahr auch keine Projekte kürzen. Das größte Vorhaben ist die Sanierung des Gasthauses „Am Spitz“.

Rücklagen sollen anwachsen

Im Voranschlag sind dafür 200.000 Euro vorgesehen. Auch das neue Leitsystem findet sich unter den Projekten für 2021, dafür wurden 120.000 Euro veranschlagt. Weiters sollen die Rücklagen bis Ende des Jahres um rund 230.000 Euro anwachsen. Die Schulden hingegen sollen bis Ende 2021 um rund 37.000 Euro reduziert werden. Wirft man einen Blick auf den mittelfristigen Finanzplan, sollen die Schulden bis Ende 2025 gänzlich getilgt sein. Laut Auer laufen bis dahin die Kredite aus und man brauche keine neuen mehr aufnehmen. „Die Erträge aus der Windkraft und die Bedarfszuweisungen sind mehr, als wir investieren“, erklärt der Bürgermeister.

Mit der Finanzlage ist er zufrieden: „Wie ich als Bürgermeister angefangen habe, hatten wir drei Millionen Euro Schulden und jetzt sind wir auf einem Stand von einem schönen Guthaben. Wir können mit der Art und Weise, wie gewirtschaftet wird, zufrieden sein.“