Bootsunglück: Warten auf Berichte. Das Bootsunglück beim „Girls Camp“ auf der Donau am 1. September mit zwei Schwerverletzten harrt weiter seiner Aufklärung. Bundesheer und Staatsanwaltschaft ermitteln noch.

Von Eva Hinterer. Update am 27. September 2018 (10:38)
APA
Symbolbild

Anfang September war es auf der Donau im Bereich der Hainburger Brücke zwischen den Bezirken Gänserndorf und Bruck/Leitha zu dem tragischen Unfall gekommen: Ein Bundesheer-Boot mit fünf Soldaten und acht Mädchen – diese waren im Rahmen des Schnupperwochenendes „Girls‘ Camp“ an Bord – war während einer Fahrt gekentert. Die Passagiere fielen daraufhin ins Wasser. Zwei junge Frauen (18 und 22) mussten reanimiert werden.

„Die zivilen Zeugen vernehmen wir ein, das Bundesheer wiederum vernimmt die Zeugen aus dem militärischen Bereich.“Michael Bauer, Sprecher des Verteidigungsministeriums, zu den Befragungen

Um Mitte Oktober werde man mehr zum Unglück wissen, sagt Michael Bauer, Sprecher des Verteidigungsministeriums. „Solange die Zeugeneinvernahme durch die Staatsanwaltschaft nicht abgeschlossen ist, müssen wir zuwarten.“ Und die ist aufwändig, sagt Friedrich Köhl, Sprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft Korneuburg: Acht Frauen waren im betroffenen Boot, zusätzlich gab es noch weitere drei Boote, insgesamt geht es um rund 26 Zivilpersonen. Die werden aktuell im Auftrag der Staatsanwaltschaft von der Polizei einvernommen. Und diese Einvernahmen sind aber noch nicht abgeschlossen.

Überdies kommen die Zeuginnen aus ganz Ost-Österreich, merkt Köhl an. Und verweist auf die Arbeitsteilung zwischen Bundesheer und Staatsanwaltschaft: „Die zivilen Zeugen vernehmen wir ein, das Bundesheer wiederum vernimmt die Zeugen aus dem militärischen Bereich.“

Wie es den beiden Opfern geht, darüber können und wollen weder Staatsanwaltschaft noch Bundesheer etwas sagen. „Das ist Privatsache“, meint Michael Bauer. Ob die Frauen, deren Zustand lange als kritisch galt, am Leben sind? Bauer: „Ja“.

Laut ORF-Bericht vom Mittwoch (26. September) könnte das Bundesheer die Lage falsch eingeschätzt haben, was seitens des Heeres aber nicht bestätigt wird. Man wolle „nicht spekulieren“, bevor nicht alle Fakten auf dem Tisch liegen, sagt Bauer.