Erstellt am 09. März 2018, 04:53

von Josef Rittler

Marienkirche: Diebe rissen Dachrinnen ab. Unbekannte stahlen fünf Abflussrohre und sägten auch Blitzableiter ab. Schaden für Pfarre im vierstelligen Euro-Bereich.

Im Bild eine Seitenwand der Kirche mit Anfang und Ende eines fehlenden Abflussrohres.  |  privat

Auch kulturhistorisch bedeutsame Sakralgebäude bleiben von Buntmetalldieben nicht verschont. Unbekannte Täter machten sich in der Nacht von Samstag auf Sonntag an der Marienkirche zu schaffen, rissen fünf Fallrohre der Dachrinne herunter und sägten auch den Blitzableiter ab, dann machten sie sich damit aus dem Staub.

„Das ist jetzt schon der zweite Vorfall dieser Art, bereits voriges Jahr war ein Abflussrohr gestohlen worden“, ist der „Hausherr“, Dechant Pavel Balint, verärgert. Er hat den Diebstahl angezeigt und auch das Bauamt der Erzdiözese informiert, das sich um die Neuanschaffung der gestohlenen Teile kümmert. Die Kosten für die Pfarre werden sich ersten Schätzungen zufolge im niedrigen vierstelligen Euro-Bereich bewegen.

„Ich hoffe nur, dass das Kircheninnere verschont bleibt, da ist nun wirklich nichts zu holen“, erklärt Balint. Während des Winters finden keine Gottesdienste in der Kirche statt, der Opferstock sei daher leer und im Tabernakel auch keine liturgischen Geräte verwahrt.

Die Marienkirche in Bad Deutsch-Altenburg liegt außerhalb des Kurortes auf einem Hügel und stellt eines der bedeutendsten Denkmäler mittelalterlicher Architektur in Österreich dar. Es handelt sich um eine romanische dreischiffige Pfeilerbasilika mit einem frühgotischen Chor- und Westturm. Das Gotteshaus wurde mehrmals in seiner Geschichte stark beschädigt, und Anfang des 20. Jahrhunderts umfassend renoviert.