Höflein-Gutscheine als Impfprämie

Erstellt am 09. Februar 2022 | 04:06
Lesezeit: 2 Min
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Für zwei Corona-Impfungen soll es in Höflein nun Gutscheine geben.
Foto: Shutterstock/insta_photos
Ortschef Otto Auer (ÖVP) gibt Prämie des Bundes weiter. FPÖ-Gemeinderat Mario Scholl ist vehement dagegen.
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Die Gemeinde Höflein verzeichnet aktuell eine Durchimpfungsrate von knapp 83 Prozent. Ortschef Otto Auers Ziel ist es, weit über 90 Prozent zu kommen. Die Prämie, die es neuerdings seitens der Bundesregierung dafür gibt, will Auer in Form von Höflein-Gutscheinen an die Bevölkerung weitergeben. „Das bedeutet für jeden Höfleiner oder jede Höfleinerin, die mindestens zwei Impfungen hat, einen Höflein-Gutschein in der Höhe von maximal 30 Euro. Je nachdem, was wir noch schaffen“, so der Ortschef.

Der Gutschein ist dann bei allen Betrieben in Höflein einlösbar.

Die SPÖ ist grundsätzlich dafür. Ein ähnlicher Antrag der SPÖ hätte demnächst eingereicht und abgestimmt werden sollen: „Aber unser Bürgermeister hat uns wieder mit einem Alleingang überrumpelt. Schön wäre es, wenn man auch mal gemeinsam was umsetzen könnte“, so SP-Sprecher Ernst Hinterecker.

Von FPÖ-Gemeinderat Mario Scholl bekommt Auer für seine Gutschein-Aktion keinen Applaus und auch keine Zustimmung: „Ich mag den Bürgermeister privat sehr, aber dass er als ÖVP-Politiker Menschen ausgrenzt, weil die Partei das so vorgibt, verurteile ich stark. Es gibt Menschen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können. Die gehen dafür täglich testen und tragen so auch zur Eindämmung der Pandemie bei.“ Scholl will daher nur dann zustimmen, wenn alle Höfleiner den Gutschein bekommen und „die gelebte Solidarität wieder im Fokus steht.“

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