Corona-Virus lähmt das Kulturleben. Dutzende Musik-, Theater- und sonstige Veranstaltungen mussten kurzfristig abgesagt werden.

Von Otto Havelka. Erstellt am 11. März 2020 (11:25)
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"Für uns ist das eine Katastrophe", stöhnt der Cö-Veranstalter und Wirt im Himberger "Neuen Volkshaus", Horst Cervenka. Aufgrund der Verordnung der Bundesregierung, dass bis Anfang April keine Indoor-Veranstaltungen mit mehr als hundert Personen stattfinden dürfen, musste er gleich fünf Kabarett-Vorstellungen streichen. Damit entgehen dem Gastronom auch die Einnahmen aus der Konsumation von rund 2.000 Besuchern.

Cervenka ist nicht das einzige "Opfer" des Veranstaltungsverbotes. So musste etwa auch die Haydn-Region die Saison-Eröffnung im Haydn-Haus Rohrau mit Star-Geiger Christian Altenburger absagen. Gestrichen wurden auch die Konzertveranstaltung der Hainburger Haydngesellschaft am 21. März in der Kulturfabrik oder das Ludwig Hirsch-Tributkonzert am kommenden Samstag in der Brucker Stadthalle.

Vorerst gelten all diese Veranstaltungen als "verschoben", und die Organisatoren bemühen sich um Ersatztermine in den nächsten Wochen und Monaten. Für Besucher, die bereis Eintrittskarten gekauft haben, gilt in der Regel: Die Tickets behalten bis zum Ersatztermin ihre Gültigkeit. Die Karten können aber auch zurückgegeben werden, und der Ticketpreis wird refundiert.

Betroffen sind aber auch zahlreiche örtliche Vereine und Gemeinden, die nun ihre geplanten Musikveranstaltungen und sonstigen Fest streichen müssen. In Ebergassing wurde sogar die für Mittwoch geplante Bürgerversammlung abgesagt, obwohl dort gar nicht hundert Besucher erwartet wurden. "Wir wollen kein unnötiges Risiko eingehen", erklärt SP-Bürgermeister Roman Stachelberger.