Einbußen für die Hotellerie im Bezirk Bruck/Leitha. Die internationalen Gäste bleiben noch aus. Hoffnung auf der Wiederaufnahme des Flugbetriebs.

Von Stefanie Cajka. Erstellt am 03. Juni 2020 (05:10)
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Seit letztem Freitag dürfen Hotels wieder öffnen. Doch das bedeutet nicht automatisch, dass der Tourismus wieder voll durchstarten wird. Vielerorts ist von einem Nachfragerückgang die Rede; wie die Sommersaison aussehen wird, ist noch unklar. Doch es gibt auch vorsichtigen Optimismus.

Fischamend ist jene Gemeinde im Bezirk, die 2019 prozentuell gesehen die meisten Touristen aus dem Ausland beherbergte (siehe Infografik). Der Stadtgemeinde kommen diesbezüglich sicherlich die zahlreichen umliegenden Betriebe sowie die Nähe zum Flughafen zugute.

Doch die Lage des Schwechater Flughafens ist im Moment prekär. Im April verzeichnet dieser einen Passagierrückgang von 99,5 Prozent und die Flugbewegungen gingen um 95,8 Prozent zurück (die NÖN berichtete).

Auch in den Hotels fehlen die Touristen aus dem Ausland. Bei Erich Deininger, Hotelbesitzer des Hotels „Deininger“ in Fischamend, machen die internationalen Gäste normalerweise rund 30 Prozent aus. „Die fallen jetzt weg, weil derzeit keine Flieger fliegen“, erklärt er. Aber Deininger mache sich trotz der gegenwärtigen Situation keine allzu großen Sorgen. „Das Hotel ist zu 70 Prozent ausgelastet“, berichtet er. Die Gäste seien vor allem jene Personen, die in den umliegenden Industriebetrieben arbeiten. In die Zukunft blickt Deininger optimistisch: „Wenn die Fliegerei wieder angeht, wird es sicher wieder besser.“

Fischamends Bürgermeister Thomas Ram (Liste RAM) zufolge macht der Gemeinde aber weniger das Ausbleiben der Touristen, sondern vielmehr der Entfall der Kommunalsteuer zu schaffen. „Viele Firmen haben Kurzarbeit, da bekommen wir keine Kommunalsteuer“, erklärt er. Die Nächtigungsabgabe sei in der Stadtgemeinde nicht so hoch. „Klarerweise werden wir das auch finanziell spüren, aber die meisten Sorgen macht uns die ausfallende Kommunalsteuer“, meint Ram.