Kurzentrum Ludwigstorff ab Freitag geschlossen. Zur Eindämmung des Covid-19 hat das Gesundheitsministerium die Schließung der Kur- und Rehabilitationseinrichtungen veranlasst.

Von Adalbert Mraz. Erstellt am 20. März 2020 (19:59)
Das Kurzentrum Ludwigstorff musste aufgrund der Verordnung des Gesundheitsministeriums den Betrieb einstellen und das Haus schließen.
Adalbert Mraz

Laut gültiger Verordnung wird zwischen Personen ein Sicherheitsabstand von mindestenes einem Meter vorgeschrieben, der bei physikalischen Behandlungen von Patienten nicht eingehalten werden kann.

Um die Sicherheit zu gewährleisten und die Ausbreitung des Coranavirus einzudämmen, sei laut Gesundheitsminister Rudolf Anschober ein konsequenter Schritt zur nächsten Stufe erforderlich und als Maßnahme dazu, wurde die Schließung der Kur- und Rehabilitationseinrichtungen veranlasst.

Auch die Kureinrichtung in Bad Deutsch-Altenburg ist davon betroffen und musste am Freitag sperren.

Kurgäste reisten ab

Im Kurzentrum Ludwigstorff befanden sich zum Zeitpunkt der Schließung 64 Gäste, die am Freitag die Kur abbrechen und die Heimreise antreten mussten. Die Kurgäste müssen sich nun mit ihrem Arzt in Verbindung setzen und neuerlich um einen Kuraufenthalt ansuchen.

Wie lange die Schließung tatsächlich dauern wird und wann der Kurbetrieb wieder aufgenommen werden kann, ist nicht absehbar. 

Beschäftigte bleiben vorerst zu Hause

Im Kurzentrum – Kurbetrieb und Hotel – werden insgesamt 115 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, die ebenso von der Schließung betroffen sind.

Der Direktor des Kurhauses Friedrich Eisenbock erklärt: „Wir haben die Verordnung des Bundesministers mit Punkt und Beistrich umgesetzt, die Gäste entlassen und das Haus gesperrt. Mit unseren Beschäftigten wurde vorerst der Abbau von Zeitausgleich und Urlaub vereinbart. Nur ein Team zur Systemerhaltung des Hauses ist weiter beschäftigt. Mit großer Sorgfalt stellen wir aber Überlegungen an, wie es weiter geht und werden organisatorisch alles soweit vorbereiten, dass sofort nach Ende der Krise wieder voll durchgestartet werden kann.“