Der große Schul-Umbau ist vollendet

Das Bundesschulzentrum, das Gymnasium, Handelsakademie und Handelsschule beherbergt, wurde nach einer Runderneuerung feierlich eröffnet.

Erstellt am 11. Dezember 2019 | 13:13
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BIG-Geschäftsführer Wolfgang Gleissner, die Direktorinnen Ulrike Wiedersich und Sabine Puchinger und Helmut Moser vom Bildungsministerium bei der offiziellen Schlüsselübergabe.
Foto: Susanne Müller

"Die letzte Eröffnung in diesem Gebäude fand 1983 statt", erzählte HAK-Direktorin Ulrike Wiedersich. Damals ging es um die Handelsschule. Am Mittwoch wurde das gesamte  Bundesschulzentrum, in dem sich heute Gymnasium, Handelsakademie und Handelsschule befinden, neuerlich eröffnet. Denn, der in die Jahre gekommene Gebäudekomplex wurde in den letzten Jahren nicht nur von Grund auf saniert, sondern auch mit einem neuen Nutzungskonzept umgebaut und durch einen Zubau erweitert. 

Der Festakt war freilich entsprechend prominent besucht und sollte auch in Kurzform einen Abriss des umfassenden Ausbildungsspektrums der beiden Schulformen geben. 

Direktorin Wiedersich schilderte in kurzen Worten, in welchem Zustand sich das Gebäude befunden hatte, als sie 2009 die Leitung der HAK und HASCH übernahm. Die Heizung funktionierte nur teilweise, die Fenster waren undicht, der Keller war feucht und zum Teil von Schimmel befallen. Damals habe sie gemeinsam mit Mathias Schön, dem Direktor des Gymnasiums, begonnen, Überlegungen in Richtung einer Sanierung anzustellen. "Er kann heute leider diesen schönen Augenblick nicht miterleben", richtete Wiedersich ihrem langjährigen Leiter-Kollegen Grüße aus. Schön befindet sich seit geraumer Zeit im Krankenstand, seine Stimme war bei der Eröffnung aber dennoch fast zu hören, nämlich in Form einer Brief-Botschaft, die seine nunmehrige Nachfolgerin Sabine Puchinger verlas.

"Ein Umbau im laufenden Betrieb ist eine Herausforderung"

Darin erzählte Schön von einem "relativ euphorisierten Bürgermeister Richard Hemmer", der 2013 mit der Idee eines Schulneubaus zu ihm kam. Daraus wurde aus diversen Gründen zwar letztendlich nicht. Die groß angelegte Sanierung des Gebäudes, in die Schön sein ganzes Herzblut steckte, nahm jedoch bald darauf seinen Anfang. 2014 startet die thermische Sanierung und die Erneuerung der Fassade. In einem zweiten Schritt folgte ein völlig neues Raumkonzept und die Errichtung des Kreativturms, der nun fünf Unterrichtsräume für Bildnerische Erziehung und Werken beherbergt. Nicht nur für diese "geniale Idee" schlug Schön vor, Harald Zeilinger von der Bildungsdirektion zum "Schutzheiligen der Schule" zu ernennen. Insgesamt investierte die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) elf Millionen Euro in den Schulbau. 

Welche Innovationsschübe mit der Modernisierung des Gebäudes auch in den Schulkonzepten einhergingen, das stellten die beiden Direktorinnen Wiedersich und Puchinger vor. In der HAK waren es unter anderem die neue HAK KOMMIT und der neue Gegenstand Wirtschaftspsychologie; im Gymnasium war es die gänzliche  Neustrukturierung der Oberstufe in die drei gleichwertigen Schulformen Gymnasium, Realgymnasium Vital und Realgymnasium Naturwissenschaft. 

Für Bruck sei das Schulzentrum von "sehr großer Bedeutung", betonte SP-Bürgermeister Gerhard Weil. BIG-Geschäftsführer Wolfgang Gleissner ging auf die Details zum Umbau ein und betonte, dass durch die neue Fassade schon von weitem erkennbar sei, was im Inneren erneuert wurde. Auch Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister zeigte sich vom Ergebnis beeindruckt: "Nicht umsonst heißt es, dass der Raum der dritte Pädagoge ist." Bildungsdirektor Johann Heuras bedankte sich bei den Direktorinnen, ihren Teams und den Schülern: "Ein Umbau im laufenden Betrieb ist eine Herausforderung." Und Helmut Moser vom Bildungsministerium äußerte die Hoffnung, dass die "hohe Qualität des Gebäudes" vielleicht die eine oder andere Mathematik-Schularbeit leichter von der Hand gehen lasse.