Fischamender Friseur ist verzweifelt. Der Fischamender Karl Pohl bezeichnet die Situation als „schwierig“. Firmen werden Lockdown(s) auf Dauer schwer verkraften.

Von Stefanie Cajka. Erstellt am 18. November 2020 (03:55)
Karl Pohl achtete in seinem Geschäft stets penibel auf Hygiene und arbeitete nur mit Mundschutz und Visier sowie Handschuhen.
privat

„Was soll ich sagen, das Ganze ist absolut existenzbedrohend – speziell im Friseurbereich“, erklärt Karl Pohl im Gespräch mit der NÖN. Der Fischamender Friseur hat ebenso wie sämtliche andere Dienstleister neben dem Handel seit Dienstag zu.

Generell bezeichnet Pohl die aktuelle Situation als „sehr schwierig“. Denn das „normale Geschäft“ sei in den vergangenen Monaten zwar weitergelaufen, doch es fallen viele Anlässe weg, zu denen ein Friseur gerne aufgesucht wird. „Hochzeiten, runde Geburtstage, Urlaube, Feuerwehrfeste, Sportlerfeste, Oktoberfeste, Firmenweihnachtsfeiern und Bälle fallen aus“, erklärt Pohl.

Man habe stets alle Vorschriften eingehalten, doch er hält fest, dass die Arbeit durch die notwendigen Maßnahmen stark erschwert werde. So wurden im Salon beispielsweise Plexiglaswände installiert, außerdem wird mit Masken gearbeitet und regelmäßig desinfiziert.

Der frühere Friseur-Staatsmeister ist aufgrund der derzeitigen Situation rund um die Coronapandemie schon ein wenig verzweifelt. „Jetzt haben sie nicht nur die angeschlagenen Firmen ruiniert, sondern auch die gesunden. Auf Dauer kannst du das nicht verkraften – auch, wenn du ein Geschäft hast, das gut geht“, ist der Fischamender überzeugt.