Mann mit Pkw angefahren: 40-Jähriger vor Gericht. Weil er im Mai des Vorjahres in Ebergassing (Bezirk Bruck a. d. Leitha) mit seinem Pkw einen Mann angefahren haben soll, ist ein 40-Jähriger am Donnerstag in Korneuburg wegen versuchten Mordes vor Gericht gestanden.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 23. Januar 2020 (10:15)
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Dem Opfer musste nach dem Crash der rechte Unterschenkel amputiert werden. Der Angeklagte bekannte sich nicht schuldig. Ein Urteil wurde für die Abendstunden erwartet.

Auslöser für die mutmaßliche Autoattacke am 9. Mai 2019 war laut Staatsanwaltschaft ein Beziehungsstreit. Zwischen der Frau des Beschuldigten und dem 41 Jahre alten späteren Opfer war wenige Wochen zuvor eine Affäre entflammt. Als der 40-Jährige davon erfuhr, begann er, seinen Nebenbuhler mehrmals zu kontaktieren und ihm nachzuspionieren. Ihm Rahmen von Telefonaten soll der österreichische Staatsbürger mit türkischen Wurzeln auch Todesdrohungen ausgestoßen haben.

Am Tag der Kollision war der 40-Jährige der Anklageschrift zufolge mit seinem Wagen auf dem Rückweg von einem Arztbesuch. Im Pkw befanden sich zwei Kinder des Mannes. Als er seinen Nebenbuhler auf dem Gehsteig wahrnahm, beschleunigte der Beschuldigte laut Staatsanwaltschaft plötzlich und steuerte das Auto entgegen dem Straßenverlauf leicht nach links. Der 41-Jährige wurde gerammt und gegen einen Gartenzaun befördert.

Nach der Kollision blieb der Lenker kurz stehen, schob dann aber zurück und fuhr weiter. Wenig später stellte er sich der Polizei. Das Opfer wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen per Notarzthubschrauber in das Landesklinikum Mödling geflogen. Der Mann erlitt mehrere Brüche sowie eine Quetschung des rechten Unterschenkels, wodurch eine Amputation notwendig wurde.