Trauer in Hainburg um Lina Riedmayer. Karoline Riedmayer ist im 94. Lebensjahr verstorben und wurde am Mittwoch am Stadtfriedhof beigesetzt.

Von Susanne Müller. Erstellt am 09. Januar 2020 (17:00)
Karoline Riedmayer liebte es zu feiern. Noch bei ihrem 90. Geburtstag organisierten ihre Kinder eine Überraschungsfeier für sie. Mit dabei waren auch die Vertreter der Partnergemeinde Niederroden. Am Foto: Rodgaus Bürgermeister Jürgen Hoffmann, Karoline Riedmayer, Rodgaus Altbürgermeister Paul Scherer, Hainburgs damaliger Bürgermeister Josef Zeitelhofer und Rodgaus Stadtamtsdirektor Hans-Peter Herrmann.
Rittler

Karoline Riedmayer, eine Grande Dame des Hainburger Stadtlebens, ist im 94. Lebensjahr verstorben.

Die Tausendsasserin, die jahrzehntelang und bis ins hohe Alter ihre Energie in die Stadt Hainburg investiert hatte, feierte noch ihren 90. Geburtstag bei einer Überraschungsfeier, die ihre Kinder Beatrix Kozina, Gerd Kleiner, Peter Riedmayer und Wolfgang Riedmayer organisiert hatten, mit den Vertretern Hainburgs und jener zweiten Gemeinde, der ihr Herz gegolten hatte: Der Hainburger Partnergemeinde Niederroden.

Die Funktionen, die Riedmayer im Laufe ihres Lebens innehatte, sind zahlreich. Abseits von ihrem Beruf als Bezirksschulinspektorin war Riedmayer Vorsitzende des Kultur- und Verschönerungsvereins, Obfrau des Partnerschafts-Ausschusses mit der Partnerstadt Niederroden in Deutschland, Mitglied der Faschingsgilde, des Roten Kreuzes, des Fremdenverkehrsverbandes und auch des Gemeinderates.

Aufgrund ihrer vielen Verdienste für die Stadt erhielt sie anlässlich ihres 70. Geburtstags vom damaligen Bürgermeister Franz Hirschl den Ehrenring der Stadtgemeinde überreicht.

Allein beim Kultur- und Verschönerungsverein war sie über Jahrzehnte hochaktiv. Der Verein wurde zwar bereits 1881 gegründet, seinen Aufschwung erlebte er aber ab 1980, als Karoline Riedmayer die Leitung übernommen hatte.

Riedmayer liebte die großen Feste

Die Gruppe unterstützte die Stadt bei der Ortsbildgestaltung. So werden zum Beispiel Kosten für Blumenschmuck übernommen oder der Haydnbrunnen in der Adventzeit mit einem riesigen Kranz geschmückt. Auch das kleine „Museum“ im Kirchturm mit Steinrelikten der Martinskirche wurde mit Unterstützung des Vereins realisiert.

Aufgrund ihrer vielen Verdienste für die Stadt erhielt Lina Riedmayer, wie sie immer liebevoll genannt wurde, anlässlich ihres 70. Geburtstag vom damaligen Bürgermeister Franz Hirschl den Ehrenring der Stadtgemeinde überreicht.

Ihren 80er feierte die Hainburgerin noch mit knapp 160 Gästen im Arbeiterkammer-Saal, wo sich zeigte, wie weit sich ihr Freundeskreis über die ganze Welt erstreckte. „Wenn man mein Lebensalter erreicht hat, hat man im Laufe der Zeit viele berufliche, aber vor allem auch freundschaftliche Bande geknüpft“, meinte Riedmayer damals. Da waren nebst der Familie und den Freunden aus Hainburg freilich auch die Freunde aus der Partnergemeinde Niederroden und sogar der damalige Botschafter für Kultur der Volksrepublik China. Laudator Konrad Uhlik brachte damals den Hauptgrund für Riedmayers unermüdliches Engagement für die Stadt auf den Punkt: „Lina liebt bis heute ihr Hainburg aus ganzem Herzen.“

Und das war wohl auch bis zuletzt der Fall.

Karoline Riedmayer wurde am Mittwoch am städtischen Friedhof beigesetzt.