Einbrecher provoziert gefährliche Hetzjagd. Gericht / Mit halsbrecherischen Fahrmanövern gelang es Einbrecher, sich der Polizei zu entziehen. Die richterliche Abrechnung: Arreststrafe!

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 02. Juli 2014 (11:43)
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 Zwei Einbruchshelfer aus der Slowakei ließen den Landsmann Marek R. (36) vor Gericht die Suppe alleine auslöffeln – sie blieben dem Prozess einfach fern. Der mehrfach Vorbestrafte konnte sich der Verhandlung nicht entziehen: R. wurde von den slowakischen Behörden an Österreich ausgeliefert, nachdem er sich am 22. März dieses Jahres in Wolfsthal einer Verkehrskontrolle entzogen und dann den Polizeibeamten eine spektakuläre Verfolgungsjagd geliefert hatte. R. konnte sich nur ein halbherziges Geständnis abringen.

Den Widerstand gegen die Staatsgewalt gab er mehr oder weniger zu. Zu den vorgeworfenen Einbruchsdiebstählen in zwei Altstoffsammelzentren (in Hainburg und Wildungsmauer) erklärte er beteuernd: „Ich habe nicht gewusst, dass Abfalldiebstahl in Österreich verboten ist.“

Zweieinhalbjährige Gefängnisstrafe

Die Beutestücke (unter anderem entsorgter Elektroschrott wie LCD-Fernseher, Computer, Laptop sowie diverse Wasserleitungs- und Installationsteile und einen Palettenhubwagen) habe man versucht zu reparieren, um sie dann wieder verkaufen zu können. Mit seiner geschönten Verantwortung kam der Slowake nicht durch: „Gegen Ihre Ahnungslosigkeit spricht, dass Sie Ihr Fahrzeug bei den jeweiligen Beutezügen in einem nahen Wald versteckt haben. Sie haben auch Zäune und Schlösser von Altstoffcontainern aufgezwickt“, meinte Richterin Anna Wiesflecker harsch.

Sie verurteilte Marek R. wegen gewerbsmäßigen Einbruchdiebstahls und Widerstandes gegen die Staatsgewalt zu einer zweieinhalbjährigen Gefängnisstrafe (rechtskräftig).