Es wird wieder gebaggert: Logistikzentrum wächst

Erstellt am 20. April 2022 | 05:11
Lesezeit: 2 Min
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Auf dem Areal des Logistikzentrums wird wieder gebaut.
Foto: privat
Hinter dem Logistikpark DLH in Enzersdorf entsteht ein neues Projekt.
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Es ist bereits einigen Enzersdorfern aufgefallen. Speziell in der Kellergasse hat es auch mehr gestaubt als sonst. Hinter dem Logistikzentrum DLH wird wieder gebaggert. Das zeigen auch Fotos, die der NÖN zugeschickt wurden.

Eine Info auf der Gemeindehomepage oder im Dorfblick sucht man vergebens. Auf NÖN-Anfrage beim Bürgermeister der Marktgemeinde, Markus Plöchl, (ÖVP) hieß es: „Ja, es gibt ein Projekt. Ein Projekt, das nichts mit DLH zu tun hat. Es ist eine andere Firma, die auf einem bestehenden, gewidmeten Areal baut. Wir haben schon mehrmals betont, dass es sich hier um Altlasten aus den 80ern handelt, für die wir nichts können. Das müssen wir akzeptieren“, so Plöchls knappe, aber bestimmte Information.

Liste GEMa in Alarmbereitschaft

AnrainerInnen erkundigten sich indes bei Liste-GEMa-Sprecher Milos Matijevic. Mehr Info seitens der Gemeindeführung hat er aber auch nicht bekommen. Im Gemeinderat war das nicht Thema. „Etwaige Beschlüsse teilt man uns aber ohnehin nie mit“, so Matijevic.

Er weiß nur so viel: „Ursprünglich war das ganze Areal ein Grundstück. Es wurde aber offenbar in mehrere Bauabschnitte geteilt. Zuerst entstand das Projekt DLH, danach die Hallen dahinter. Wenn die dritte Etappe nun wieder Logistikhallen bedeutet, liegt für mich der Verdacht nahe, dass man hier geschickt die Notwendigkeit einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) ausgehebelt hat. Hätte man einen einzigen Logistikpark eingereicht, wäre vermutlich eine UVP verpflichtend gewesen.“

Darauf entgegnet Plöchl wieder knapp: „Wenn man das Gesetz liest, weiß man, dass die Grenze betreffend UVP gefallen ist. Und nochmal: Es ist kein Projekt von DLH. Für das neue Projekt wäre auch anders keine UVP notwendig gewesen.“

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