Markus Plöchl: „Gemeinde ist nicht Müllplatz von Wien“. Enzersdorfer VP-Bürgermeister Markus Plöchl bleibt nach Beratung mit Anwalt bei seiner Meinung zum weiteren Verfahren.

Von Red. Bruck. Erstellt am 09. November 2020 (04:34)
Die favorisierte Zufahrtsroute zum Deponiegelände führt von der A4-Fischamend über die B9 und die L166.
EAVG/Atlas NÖ

Die Entscheidung um den Bau der Baurestmassen-Deponie „Kalter Berg“ in Enzersdorf/Fischa ist gefallen. Das Projekt der Enzersdorfer Abfallverwertungsgesellschaft (EAVG) wurde nun unter Auflagen vom Bundesverwaltungsgericht genehmigt. Enzersdorfs VP-Bürgermeister und erklärter Deponiegegner Markus Plöchl gibt sich jedoch nicht geschlagen.

Nach dem positiven Beschluss des Verwaltungsgerichtes ließ dieser sich nun von seinem Anwalt beraten. Bereits vergangene Woche fand ein erstes gemeinsames Treffen statt, um weitere Vorgehensweisen zu besprechen. „Wir sind mit der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes nicht einverstanden und werden als Nächstes vor den Verwaltungsgerichtshof (…) ziehen“, so Plöchl, der betont: „Die Gemeinde ist nicht der Müllplatz von Wien“.

Das Gericht habe sich nicht ausreichend mit den Beschwerdegründen auseinandergesetzt, heißt es vonseiten des Bürgermeisters und dessen Anwalt Wolfgang Schachinger. Bis heute läge kein konkretes Projekt vor, sondern nur ein „Vorhaben mit mehreren Alternativen“. Immer noch fehlt etwa ein Plan für eine gesicherte Zufahrt zur Deponie. Außerdem sei eine Deponie keine Kleinigkeit, sondern eine „Belastung für die Bevölkerung“. Das wolle man nicht einfach so hinnehmen und nun den juristischen Rahmen völlig ausschöpfen.

Geplant ist von der EAVG, auf dem Areal 1,1 Millionen Kubikmeter Bodenaushub, 1,7 Millionen Kubikmeter Baurestmassen und 875.000 Kubikmeter Reststoff zu deponieren.