Baggerdieb wandert für Jahre hinter Gitter. Mit dem Diebstahl von Lastern und Hydraulik-Baggern finanzierte sich ein 43-jähriger Kroate seinen Lebensunterhalt.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 06. Mai 2017 (05:27)
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Im Oktober vergangenen Jahres wurde der Kroate Nikica J. wegen Diebstahls von Lastern und Hydraulik-Baggern zu einer zweijährigen Gefängnisstrafe verurteilt.

Während der Kroate hinter Gittern einsaß, brachten polizeiliche Ermittlungen jedoch noch weitere Straftaten des 43-Jährigen zutage: So gehen der Diebstahl eines Fahrschul-Lasters in Enzersdorf und zwei gestohlene Hydraulik-Bagger, einer in Gramatneusiedl und einer in Achau (Bez. Mödling), im Gesamtwert von 182.000 Euro auf das Konto des Kroaten.

Bagger via Trackingprotokoll gefunden

Da zumindest ein Hydraulik-Bagger mit einem GPS-Ortungssystem ausgestattet war, konnte man diesen aufgrund des Tracking-Protokolls zusammen mit dem zweiten dort abgestellten gestohlenen Bagger auffinden. An den Joysticks der gestohlenen Bagger wurden DNA-Spuren des Täters gesichert. Trotz der belastenden DNA-Spuren leugnete der Kroate die Diebstähle und präsentierte sich dem Gericht als Sündenbock. „Die Spuren wurden gelegt“, beteuerte er.

Der Schöffensenat schenkt den Erklärungsversuchen des 43-Jährigen nach dem Beweisverfahren aber keinen Glauben und verhängt über ihn eine Zusatzstrafe von zwei weiteren Jahren hinter Gittern. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.