Polizei zieht mit Jahreswechsel in Blaulichtzentrum ein

Erstellt am 09. September 2020 | 04:04
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Bauarbeiten in Enzersdorf laufen nach Zeitplan. Vorplatz wird nach verstorbenen Ehren-Feuerwehrchef Andreas Heilinger benannt.
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Noch knapp zwei Monate wird intensiv gebaut. Dann erfolgt die Übergabe des Blaulichtzentrums durch den Generalunternehmer, die Baufirma Pfnier, an die Gemeinde. Die Polizei wird mit Jahreswechsel einziehen, die Enzersdorfer Feuerwehr schrittweise. „Wir haben keinen Stress. Das alte Feuerwehrhaus bleibt ja bestehen und wird dann zum Bauhof“, erläutert Bürgermeister Markus Plöchl (ÖVP). Im Mai 2021 soll jedenfalls eine große Eröffnungsfeier stattfinden.

Und dann am „Andreas-Heilinger-Platz“, wie der Vorplatz des 1.446 m2 großen Blaulichtzentrums zu Ehren des verstorbenen ehemaligen Bürgermeisters und Ehren-Feuerwehrkommandanten heißen wird. Beim NÖN-Lokalaugenschein in der Vorwoche wird im Außenbereich gerade an den 76 Parkplätzen und Zufahrtsstraßen gearbeitet, im Inneren geht es ums Bodenverlegen und Wände streichen – wie das gemeinsame Haus für Feuerwehr, Polizei und die „First Responder“ des Roten Kreuzes aussehen wird, kann man bereits erahnen. Für die Exekutive, die den Posten aus Stixneusiedl nach Enzersdorf verlegen wird, stehen rund 500 m2 zur Verfügung.

Blaulichtzentrum Enzersdorf
Der Schlauchturm im hinteren Gebäudeteil kann dank der drei Fenster und der künftigen Metalltreppe auch für Übungen genutzt werden.
Foto: Burggraf

„Das wird eine der modernsten Dienststellen, alle Zimmer haben eine Klimaanlage“, weiß Plöchl. Die baulichen Anforderungen für die Polizeidienststelle sind ganz genau vorgegeben. „Da ist alles normiert“, weiß Architekt Tibor Gaal zu berichten. Allen voran das schusssichere Fenster und die Sicherheitstür im Empfangsraum direkt nach dem Eingang.

Herzstück des Gebäudes ist die 340 m2 große Fahrzeughalle der Freiwilligen Feuerwehr. Sie bietet Platz für fünf Autos. Zudem gibt es eine Fahrzeugwaschbox mit 100 m2 – wo ein weiteres Auto abgestellt werden könnte – getrennte Garderoben für Männer und Frauen, Besprechungs- sowie Einsatzleitungsräume und sogar einen „Schmutzschlauch“. Dieser verbindet die Fahrzeughalle mit den Garderoben und dient zur Reinigung der Ausrüstung nach einem Einsatz.

Für die Rot-Kreuz-Ersthelfer wurde neben einer Garage auch ein Besprechungsraum errichtet. „Auch die First Responder sollen einen Rückzugsraum haben“, betont VP-Ortschef Plöchl. Die Kosten für die Gebäudeteile von Polizei und First Respondern trägt die Gemeinde komplett, für den Feuerwehrbereich übernimmt das Land NÖ ein Drittel der Kosten. Insgesamt investiert die Gemeinde in den Bau rund 4,85 Millionen Euro.

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