Überflutete Keller bald Geschichte

Altlasten sollen in der Litschau-Siedlung in Enzersdorf um 875.000 Euro mit Regenwasserkanal behoben werden.

Erstellt am 10. Januar 2022 | 04:46
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Werner Herbert in der Litschau-Siedlung, in der demnächst ein neuer Regenwasserkanal errichtet wird, der dafür sorgen soll, dass die Keller dort nicht mehr überflutet werden.
Foto: Schäfer-Zimmermann

Ein Projekt, das aufgrund der Pandemie und der Materialengpässe am Markt verschoben werden musste, wird jetzt angegangen sobald es die Witterung zulässt: Jene Häuser in der Litschausiedlung, die aufgrund einer Fehlplanung bzw. fehlender Vorgaben, bei Regenfällen mit überfluteten Kellern zu kämpfen haben, bekommen nach Jahren endlich Abhilfe.

„Ich hab diese Altlasten geerbt und den AnrainerInnen eine Lösung zugesagt. Diese war aber gar nicht so leicht herbeizuführen, weil der Niveauunterschied zum Rest der Siedlung so erheblich ist“, erklärt Vizebürgermeister Werner Herbert (FPÖ), dass es dort so keine Baubewilligung geben hätte dürfen.

„Auflagen zur Niveauregulierung fehlten. Wir mussten jetzt eine wasserrechtliche Lösung finden. Und das dauerte – auch Corona-bedingt – mehrere Jahre. Nun haben wir aber eine Lösung. Alle wasserrechtlichen und baurechtlichen Bewilligungen sind da“, ist Herbert erleichtert. Wäre der Materialengpass nicht in die Quere gekommen, hätte schon im Herbst die Umsetzung beginnen können. „Es kann sich jetzt aber nur mehr um wenige Wochen handeln, bis es losgeht“, ist Herbert zuversichtlich.

Die Lösung besteht in der Errichtung eines neuen Regenwasserkanals von größerer Dimension Richtung Blumenweg. Am Ende des Blumenwegs wird ein Auffangbecken mit drei Pumpwerken und einer Filteranlage errichtet, die das Wasser reinigt und in die Fischa weiterführt. Die Kosten belaufen sich auf 875.000 Euro. Im Zuge dessen, werden Kanal- und Wasserleitungen und die Beleuchtung der Siedlung erneuert. „Am Ende werden natürlich auch Straßen- und Nebenflächen neu gestaltet“, so Herbert.