Brucker Algenzucht-Anlage stellt Betrieb ein

Bis auf weiteres soll lediglich ein Notbetrieb aufrechterhalten werden, um die Anlage zu schützen. Abverkauf der Waren beginnt demnächst.

Erstellt am 16. Mai 2020 | 10:59
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Bis auf weiteres soll ein Notbetrieb in der einen Hektar großen Algenzuchtanlage Eparella aufrechterhalten werden, um die Anlage zu schützen.
Foto: Susanne Müller

Als die Algenzuchtanlage Eparella, eine hundertprozentige Tochter-Firma der Ecoduna AG, Konkurs anmeldete, war der Schock in der Stadt Bruck groß ( die NÖN berichtete ). Schließlich hatte das Vorzeige-Unternehmen erst vor zwei Jahren die neue und erste industrielle derartige Anlage eröffnet.

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Erste Gespräche mit dem Masseverwalter Nikolaus Vogt, die in der Vorwoche noch ausständig gewesen waren, brachten jetzt die Gewissheit: „Das Unternehmen der Schuldnerin wird infolge gerichtlicher Anordnung geschlossen, weil die finanziellen Mittel für den Fortbetrieb im Rahmen des Insolvenzverfahrens nicht gegeben sind“, erklärt Vogt gegenüber der NÖN.

Es soll jedoch vorerst ein „Notbetrieb“ aufrecht erhalten werden, um „die einzigartige Technologie und Anlage zu schützen“, so Vogt.

Zugleich findet demnächst ein Waren-Abverkauf der Algenprodukte statt.

„Die Schuldnerin wird nun mit mir als Insolvenzverwalter die bestmögliche Verwertung der Unternehmens erörtern, wobei die Hoffnung darin besteht, einen Investor zu finden, der Interesse am Fortbetrieb des gesamten Unternehmens und der Anlagen hat, sodass das Unternehmen wieder eröffnet und fortbetrieben werden kann“, erklärt Vogt. Dazu würden bereits entsprechende Gespräche geführt. 

Neben den 20 Mitarbeitern sind zahlreiche Lieferanten und indirekt auch Investoren betroffen. Unter anderem wurde die Eparella auch von der EU und vom Land NÖ gefördert. Das untermauere die „herausragende Stellung der Schuldnerin in ihrem Geschäftsfeld“, wie Vogt betont. Er arbeite gemeinsam mit der Geschäftsführung der Eparella mit Hochdruck an einer Rettung des Unternehmens.