Erdhügel für 52.000 Euro abtransportiert

Mit einem Erdhügel sollte der Damm zur Straße fertig gebaut werden. Das Grundstück, auf dem er lag, wurde aber verkauft.

Erstellt am 26. November 2016 | 02:11
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Circa 50 Prozent des Damms sind derzeit fertiggestellt.
Foto: NOEN, Garherr

Rund 3.500 Kubikmeter Erde mussten vor Kurzem aus der Militärsiedlung abtransportiert werden. Die Masse war bei Wasser-, Kanal- und Straßenbau in der Siedlung zustande gekommen. Eigentlich hatten die Gemeinde und Immobilienkaufmann Wolfgang Lösch – der zahlreiche Grundstücke in der Siedlung besitzt und verkauft – vor, die Erde für die Fertigstellung des Lärmschutzdamms zur Bundesstraße B15 zu verwenden.

Die Gemeinde hatte die Genehmigung, die Erde bis zum Jahr 2018 in der Siedlung zu lagern. Doch nun wurde das Grundstück, auf dem die Erde lag, verkauft. Das kam der Gemeinde teuer zu stehen. 52.000 Euro kosteten der Abtransport und das Deponieren der Erde.

Damm muss weitergebaut werden

„Es tut mir weh, dass wir sinnloserweise so viel Geld ausgeben“, meinte SP-Bürgermeister Karl Zwierschitz in der Gemeinderatssitzung am Mittwoch. Auch für VP-Chefin Christine Besser ist die Sache „sehr ärgerlich“.

Am Damm muss dennoch weitergebaut werden, um die Siedlung vom Lärm der Straße abzuschirmen. Auch der Windschutzgürtel soll verlegt werden. Dass das bis dato nicht geschehen ist, hat mit den Eigentumsverhältnissen der Grundstücke zu tun. Der an den unfertigen Damm angrenzende Grund gehört nämlich nicht Lösch, sondern dem Bundesheer. Versuche, das Grundstück zu erwerben, scheiterten.

„In der letzten Woche wurde das Grundstück ausgeschrieben“, erzählt Lösch, „da werden wir mitmachen.“ Sollte er das Grundstück nicht erwerben, muss der Damm vom neuen Eigentümer gebaut werden. „Der Damm ist nämlich im Flächenwidmungsplan enthalten“, erklärt Lösch.