Carnuntum: Rekord bei Besucherzahl. Das Jahr 2017 war für die Römerstadt einmal mehr erfolgreich. Für kommendes Jahr sind neue Programmpunkte geplant.

Von Susanne Müller. Erstellt am 20. Dezember 2017 (03:09)
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In Carnuntum soll weiterhin das Erlebnis der antiken Welt und die wissenschaftlich korrekte Rekonstruktion der Römerstadt im Mittelpunkt stehen.
Rittler

Carnuntum kann einmal mehr eine erfolgreich Bilanz ziehen. Das Jahr 2017 endet für die Römerstadt mit einem erneuten Besucherrekord: 186.527 Besucher waren heuer in Carnuntum zu Gast. Zu verdanken habe man die positive Bilanz einer Reihe von Faktoren. Zu Beginn der Saison wurde die neue Ausstellung im Museum Carnuntinum eröffnet. „Der Adler Roms“ erfreute sich im ersten Jahr großer Beliebtheit und lockte die Besucher ins archäologische Museum in Bad Deutsch-Altenburg. Die Ausstellung wird noch bis 2020 zu sehen sein.

Aufmerksamkeit erregte heuer auch die Entdeckung des Freizeitbezirks rund um das Amphitheater der Zivilstadt durch die Ergebnisse der Gesamtprospektion von Carnuntum. Ein besucherstarkes Römerfestival und weitere gelungene Veranstaltungen trugen darüber hinaus zu einer erfolgreichen Saison bei.

Während das Jahr noch nicht ganz zu Ende ist, wird bereits eifrig an den Programmpunkten für die kommende Saison gearbeitet, die am 18. März beginnt.

Eine Carnuntum App soll ganz neue Blicke auf Bereiche freigeben, die seit 1.700 Jahren unter der Erde liegen. So können zunächst vier Standorte mit dem eigenen Smartphone oder Tablet erforscht werden. Die App lässt unter anderem das Heidentor und das Amphitheater mit dem Vergnügungsviertel, Tavernen und Souvenirshops aus der Erde erstehen. Die Idee ist, den Besuchern die Römerstadt so zu präsentieren, wie sie in der Antike erlebt wurde.

Ausbau-Pläne für das römische Stadtviertel

Das römische Stadtviertel wächst ebenfalls weiter. Neue Rekonstruktionen sollen den Eindruck einer belebten Römerstadt intensivieren. Bereits 2017 begonnen, wird nächstes Jahr die Straßenfront einer römischen Straße mit den gewerblich genutzten Bereichen der dahinter liegenden Häuser wieder errichtet. Während der Bauarbeiten können die Besucher hautnah miterleben, wie die Stadt Schritt für Schritt weiter wächst. Die Ausbaumaßnahmen sollen in den nächsten Jahren weitergehen.