Wertstoffzentrum in Bruck mit Festakt eröffnet

Erstellt am 08. Mai 2023 | 10:00
Lesezeit: 3 Min
Eröffnung Sammelzentrum Bruck
Bei der Eröffnung: Jan Magyar, Erich Waclawski, Geschäftsführer Christian Mynha, Gerhard Weil, Johann Köck, Otto Auer, Lorenz Wachter und Bezirkshauptmann Peter Suchanek.
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2,2 Millionen Euro investierte der Gemeindeverband für Abfallbehandlung aus dem Bezirk Bruck (GABL) in das neue Sammelzentrum. Dort stehen nun deutlich erweiterte Öffnungszeiten zur Verfügung.

„Heute ist ein sehr freudiger Tag für die Stadt Bruck, den Bezirk, aber vor allem für die Abfallwirtschaft“, betonte Johann Köck, Obmann des GABL, bei der Eröffnung des neuen Wertstoffzentrums im Westen der Stadt. Nach mehr als 30 Jahren zählt der GABL 19 Verbandsgemeinden und sei eine „Erfolgsgeschichte“, betonte Köck, dass Abfallwirtschaft untrennbar mit Umwelt- und Klimaschutz verbunden sei.

 

Um seinen gesetzlichen Auftrag nach modernen Maßstäben erfülen zu können, entschied sich der GABL vor einiger Zeit, alle Sammelzentren im Verbandsgebiet zu erneuern. In der Bezirkshauptstadt kostete dieses Vorhaben rund 2,2 Millionen Euro. Auf 5.900 Quadratmetern stehen dort nun 12 Standplätze für 24 Kubikmeter-Rollcontainer zu Verfügung. „24 Fraktionen werden hier gesammelt, manches davon noch von unseren Mitarbeitern im Wirtschaftshof nachbearbeitet und dann erst an die Entsorger übergeben“, erklärt Köck und fügte noch hinzu, dass sich am Dach eine 34 Kilowatt Photovoltaik-Anlage befindet.

Die Öffnungszeiten wurden von bisher 16,5 auf nunmehr 25 Stunden ausgeweitet. Mittwochs und donnerstags ist bis 19 Uhr, samstags bis 15 Uhr geöffnet.

Und die nächsten Sammelzentren sind bereits in Arbeit. Derzeit wird gerade in Hof gebaut, für 2024 sind jene in Scharndorf und Götzendorf geplant. Zu guter Letzt folgt dann noch jenes in Höflein. In Summe gibt der GABL 14 Millionen Euro für die Erneuerungen aus. „Wir versprechen aber sorgsam mit den Finanzen umzugehen und die Gebühren für die Bevölkerung niedrig zu halten“, so Köck.

Bürgermeister Gerhard Weil (SPÖ) bedankte sich vorab bei Gabriele Jüly, die mit ihrem Betrieb die letzten 20 Jahre das Sammelzentrum der Stadt geführt hatte. „Es war aber an der Zeit, ein neues modernes Sammelzentrum zu errichten, um die ständig wachsenden Anforderungen der Abfallwirtschaft zu erfüllen. Bis jetzt habe ich nur positive Rückmeldungen erhalten“, so Weil.

Als „vorbildlich“ und „zukunftsweisend“ bezeichnete auch Lorenz Wachter, Geschäftsführer der Umweltverbände, das neue Sammelzentrum in Bruck. Er betonte, dass die tatsächliche Arbeit für die Kreislaufwirtschaft in den Gemeinden passiere. „Die Basis dafür sind die Bürger. Sie sollen den Abfall nicht in den Restmüll hauen, sondern gezielt trennen, denn vieles davon sind eigentlich schon wieder Rohstoffe“, erklärte Wachter.

„Die Coronakrise und der Ukrainekrieg haben uns bewusst gemaht, dass wir wieder zu Selbstversorgern werden müssen. Das Sammeln von Wertstoffen leistet einen wichten Beitrag dazu“, betonte auch Landtagsabgeordneter Otto Auer (ÖVP). Dass Rohstoffe nicht unendlich vorhanden sind, das müsse man bereits den Kindern beibringen. Er zeigte sich vor allem von den erweiterten Öffnungszeiten beeindruckt. „Das ist sehr kundenfreundlich“, so Auer.

Den Segen spendeten schließlich die Pfarrer der katholischen und evangelischen Gemeinde, Erich Waclawski und Jan Magyar, der betonte: „Das Thema derBewahrung der Schöpfung verbindet uns. Und die Nutzung des Sammelzentrums ist ein positiver Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung“.

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