Einsatzbereit seit 140 Jahren

Erstellt am 04. Juni 2022 | 04:01
Lesezeit: 3 Min
Gegründet im Jahr 1882, blickt die Feuerwehr Hollern auf eine bewegte Geschichte zurück.
Werbung
Anzeige

Die Feuerwehr Hollern feierte am Wochenende ihr 140-jähriges Jubiläum. Zahlreiche Ehrengäste, darunter Landtagsabgeordneter Gerhard Schödinger (ÖVP), Bezirkshauptmann-Stellvertreter Dominik Lappel und Bezirkskommandant Christian Edlinger, weiters die Bürgermeister Herbert Speckl (Rohrau, ÖVP) und Johann Köck (Prellenkirchen, ÖVP), hatten sich am Samstag zum Festakt im Feuerwehrhaus eingefunden.

Nach der Segnung durch Diakon Wolfgang Reinisch wurden verdiente Mitglieder geehrt. Kommandant Christoph Gelb betonte in seiner Ansprache die gute Zusammenarbeit und den Zusammenhalt in der Ortschaft als maßgeblich für das Wirken der Wehr. Die finanzielle Unterstützung durch die Gemeinde sei ebenfalls hervorzuheben. Um den Nachwuchs brauche man sich derzeit nicht zu sorgen.

„Besonders stolz sind wir auf die Jugendfeuerwehr, die wir 2019 gegründet haben, mittlerweile konnten vier ihrer Mitglieder in den Aktivstand überstellt werden“, berichtet Christoph Gelb, der ebenfalls bereits in jungen Jahren Feuerwehrmitglied geworden und 2016 als Nachfolger seines Vaters Rudolf Gelb zum Kommandanten gewählt worden war.

Die Feuerwehr Hollern umfasst derzeit 50 Aktive. Gemeinsam mit Kinder- und Jugendfeuerwehr und der Reserve ergibt sich ein Mannschaftsstand von 79 Mitgliedern. Der Fuhrpark besteht aus einem Kleinlösch-, einem Versorgungs- und einem Mannschaftstransportfahrzeug. Neben einem Feuerwehrfass verfügt die Feuerwehr Hollern auch über eine Zille.

Besonders stolz sind wir auf unsere Jugendfeuerwehr.“
Christoph Gelb, Kommandant

Die Feuerwehr blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Schon in den Jahren kurz nach der Gründung ereigneten sich zwei Großbrände, die mehrere Höfe in Schutt und Asche legten. Doch nicht nur Feuer, auch Wasser bedrohte den Ort: immer wieder trat die Leitha über die Ufer. In den Jahren 1965 und 1975 wurden Hochwasser in der Chronik verzeichnet.

Besonders verheerend war das Hochwasser im August 1991. Die Leitha hatte einen Pegel von fast viereinhalb Metern erreicht, der Damm brach und binnen einer halben Stunde stand der gesamte Ort unter Wasser. Der Damm wurde in den folgenden Jahren verstärkt, sodass er im Jahr 2009, als die Leitha wieder einen ähnlich hohen Pegel erreichte, standhielt.

Weiterlesen nach der Werbung