Bezirk Bruck/Leitha: Kameraden schreiten zur Urne

Von 6. bis 31. Jänner stimmen die Mitglieder über ihr Kommando ab. Einige Wechsel stehen schon fest.

Erstellt am 30. Dezember 2020 | 04:45
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Sämtliche Feuerwehren im Bezirk wählen im Jänner ihr Kommando. Nicht mehr zur Wahl stehen dann unter anderem Markus Mikeska (Schwechat), Andreas Hartl (Berg) oder Gerhard Mayer (Hof).
Foto:
Wodicka, FF Schwechat, Rittler, Havelka

Ein Jahr nach der Gemeinderatswahl werden im Bezirk erneut Urnen für die Stimmzettelabgabe aufgestellt. Allerdings darf in diesem Fall nur ein bestimmter Personenkreis zur Wahl schreiten – die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren. Gewählt wird in allen 35 Wehren zwischen 6. und 31. Jänner – trotz Lockdown – der Kommandant sowie dessen Stellvertreter. In weiterer Folge wird der Verwalter vom Kommando bestellt.

Die kommende Woche wird coronabedingt unter besonderen Umständen über die Bühne gehen. So gab der Landesverband zwei Optionen vor, wie gewählt werden kann: Entweder – wie in normalen Zeiten – eine Wahl im Rahmen einer Mitgliederversammlung unter Einhaltung aller generell geltenden Schutzmaßnahmen oder nur die Wahl. „Die Mehrheit der Feuerwehren im Bezirk hat sich für die Möglichkeit einer Präsenzsitzung entschieden. Das fördert natürlich die Kommunikation, denn viel gesehen haben sich die Kameraden heuer ja nicht“, weißt Bezirkskommandant Martin Fink.

Die Gegebenheiten in großen Fahrzeughallen lassen den nötigen Abstand zu und auch bisher hätten die Feuerwehren bewiesen, dass sie mit Corona umgehen können. „Weder bei uns im Bezirk noch in Niederösterreich gab es einen Totalausfall“, unterstreicht Fink. Eine Verschiebung sei zwar auf Landesebene auch zur Debatte gestanden, letztlich habe man sich aber für die Umsetzung ausgesprochen. Letztlich auch, um den Fünf-Jahres-Rhythmus der Funktionsperiode nicht durcheinanderzuwirbeln.

In den meisten Wehren wird sich nichts ändern. So wie etwa bei Finks Feuerwehr in Pischelsdorf, wo er Kommandant bleiben wird. Allerdings stehen bezirksweit durchaus einige Wechsel an. So hören altersbedingt – im aktiven Dienst ist mit 65 Jahren Schluss – die Chefs in Berg und Leopoldsdorf auf.

In Berg wird neben Kommandant Andreas Hartl auch sein Stellvertreter Stephan Hösch nicht mehr zur Wahl antreten. „Jetzt sollen Jüngere nachrücken“, erklärt Hartl. Wer nachfolgt, werde man nach der Wahl am 6. Jänner sehen.

In Leopoldsdorf steht nur ein Wechsel im Kommando bevor. „Ich muss altersbedingt aufhören“, sagt Kommandant Erhard Schaden. In zwei Jahren wird er 65 Jahre alt. Zu seinem Nachfolger wird voraussichtlich sein derzeitiger Stellvertreter Andreas Perner gewählt.

Ebenfalls einen Wechsel an oberster Stelle gibt es bei den Feuerwehren Schwechat, Schwechat-Rannersdorf, Himberg, Hof und Stixneusiedl. Wenn auch nur bedingt aus Altersgründen.

In Schwechat kandidiert Markus Mikesksa nach 15 Jahren im Kommando, davon fünf Jahre als Stellvertreter und zehn als Chef, nicht mehr. Wer ihm nachfolgen soll, will Mikeska mit Verweis auf die noch durchzuführende Wahl noch nicht verraten. Der Feuerwehr wird er als Mitglied erhalten bleiben.

In Rannersdorf macht nach 13 Jahren als Chef Harald Bradengeyer Platz für die nächste Generation. „Ich werde 57 Jahre, es ist Zeit für einen Generationswechsel“, betont er. Seine Nachfolge soll Bradengeyers Stellvertreter Helmut Mauritz antreten, als neuer Vize-Kommandant ist Martin Malik vorgesehen.

In Himberg wird es einen Positionstausch von Kommandant und Stellvertreter geben. Michael Berger tritt in die zweite Reihe zurück, Wolfgang Ernst soll neuer Chef werden. „Ich bin jetzt 55 Jahre alt. Die Übergabe des Kommandos an meinen Stellvertreter ist ein sanfter Generationswechsel“, erläutert Berger.

In Hof zieht sich Gerhard Mayer als Feuerwehrchef zurück. „Nach vielen Jahren als Kommandant muss auch einmal Schluss sein“, sagt er. Voraussichtlich wird in Hof Hannes Medwenitsch als Nachfolger gewählt.

In Stixneusiedl wird Kommandant Thomas Steurer bei der Wahl am 8. Jänner ebenfalls nicht mehr kandidieren. Seit 16 Jahren ist er Kommandant, davor war er vier Jahre lang Kommandant-Stellvertreter. „20 Jahre im Kommando sind genug“, hält er fest. Für seine Nachfolge gibt es bislang einen Wahlvorschlag: Bernd Frauhammer.

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