Friseur-Öffnungen: Andrang ja, aber kein Ansturm. Die Freude übers Aufsperren ist in Fischamend groß. Karl Pohl würde Selbsttests im Salon bevorzugen.

Von Stefanie Cajka. Erstellt am 10. Februar 2021 (04:33)
Karl Pohl bedankt sich bei seinen Kunden, die „die Strapazen auf sich nehmen“.
Flughafen  

„Wir freuen uns unheimlich, dass wir aufsperren dürfen“, zeigt sich Friseur Karl Pohl begeistert, dass er nun wieder Kunden in seinem Salon in Fischamend begrüßen darf – jener am Flughafen bleibt voraussichtlich noch bis Mai zu. Dennoch gibt es Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt.

„Wir haben extrem viele Anmeldungen gehabt. Jetzt müssen wir ständig umbuchen, weil das mit den Tests von der Logistik her für die Leute aufwendig ist“, erzählt Pohl. Denn die Kunden müssen beim Friseurbesuch einen negativen Corona-Test nachweisen, der nicht älter als 48 Stunden ist. In Pohls Salon werde das so gehandhabt, dass jeder Friseur von seinem Kunden den Ausweis und das negative Testergebnis kontrolliert. „Ich möchte mich bei den Kunden bedanken, die die Strapazen auf sich nehmen“, so Pohl.

Er würde allerdings Selbsttests, wie sie beispielsweise in den Schulen zur Anwendung kommen, direkt im Salon bevorzugen. Denn der Aufwand mit den Tests vorab sei „zu kompliziert“ und nehme sehr viel Zeit in Anspruch. Es gäbe aber auch Terminabsagen, weil manche keinen Corona-Test machen wollen. Er habe zwar viele Anmeldungen, aber so restlos ausgebucht wie nach den letzten Lockdowns sei er momentan nicht. Pohl vermutet, dass auch der finanzielle Aspekt eine Rolle spielen könnte: „Die Leute werden sparsamer.“