Zirkus "Vegas" darf doch bleiben. Familie Spindler vom Zirkus „Vegas“ bangte um Standplatz. Rasche Lösung gefunden.

Von Stefanie Cajka. Erstellt am 19. März 2020 (05:42)
Der deutsche Zirkus „Vegas“ darf bis auf Weiteres in Fischamend bleiben.
Robert Zinterhof

Seit Anfang März gastierte der Zirkus „Vegas“ in Fischamend und sorgte für Unterhaltung bei Groß und Klein. Doch durch die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus geriet Familie Spindler, die den Zirkus betreibt, in eine prekäre Lage.

Erst vor Kurzem hat die Winterpause geendet und die neue Tournee begonnen. Doch schon nach wenigen Wochen wurden nun alle Aufführungen abgesagt. Dadurch steht der Zirkus derzeit ohne Einnahmen da. Lebensmittel für die Familie sowie Futter für die Tiere zu bezahlen, sei in einer solchen Situation nicht einfach. „Für uns ist es schwer, jetzt durchzukommen“, so Viola Spindler. Zu den finanziellen Sorgen kam auch die Unklarheit, wo sie in den nächsten Tagen hinsollen. Familie Spindler, die aus Deutschland stammt, kann aufgrund der Tiere nicht sofort ausreisen. Will man mit Tieren die Grenze überqueren, müsse man sich vier Wochen zuvor beim Veterinäramt anmelden, so Spindler.

Der Verbleib am jetzigen Standort in Fischamend war ursprünglich nur mehr eine weitere Woche möglich. „Eine Woche geht es noch, aber dann wird es schwierig. Wir brauchen einen festen Standplatz, an dem wir erstmal bleiben können“, zeigte sich Spindler gegenüber der NÖN besorgt.

Auf NÖN-Anfrage bei Bürgermeister Thomas Ram (Liste RAM) zeigte sich dieser von der Problematik überrascht. „An mich hat sich bisher noch keiner gewandt. Aber da dies eine Notsituation ist, können sie natürlich hierbleiben“, betont Ram. Wenig später stellte sich heraus, dass er auch schon mit Familie Spindler in Kontakt getreten ist. „Der Bürgermeister hat sich bei mir gemeldet und gesagt, dass er uns unterstützen wird“, teilte Spindler der NÖN erfreut mit.