Fischamündung: Neun Personen aus Booten gerettet. Ein 40-Jähriger und acht Kinder im Alter zwischen acht und zehn Jahren hatten auf einem Ausflug zwei Paddel verloren und konnten nicht mehr manövrieren. Sie wurden von der Feuerwehr an Land gebracht, der Mann wird wegen Gefährdung der körperlichen Sicherheit angezeigt.

Von Josef Rittler. Erstellt am 21. Juli 2021 (10:57)

Beamte der Polizeiinspektion Regelsbrunn wurden am Montagnachmittag telefonisch verständigt, dass auf der Fischa, im Nahbereich der Einmündung in die Donau, drei Schlauchboote treiben würden.  Ein Großaufgebot von Polizei und Feuerwehr machte sich auf die Suche nach den Booten.  Gegen 16.15 Uhr konnten laut Polizei die drei Schlauchboote durch die Feuerwehr Fischamend gesichtet werden. 

"Eine Ausflugsgruppe, bestehend aus einem Erwachsenen und acht Kindern, hatte die Gefahren der hochwasserführenden Fischa missachtet und war mit drei aneinander gehängten Schlauchbooten in Notlage geraten", berichtet Einsatzleiter Thomas Tölgyes von der Feuerwehr Fischamend, die gemeinsam mit Kameraden anderer Wehren den Mann und die Kinder wohlbehalten an Land brachte und die Boote sicherstellte . "Zum Glück wurde bei diesem unverantwortlichen Unterfangen niemand verletzt", so Tölgyes.

Im vorderen und hinteren Boot hatten sich jeweils vier Kinder, alle im Alter zwischen 8 und 10 Jahren, aus Wien und Niederösterreich, befunden. Im mittleren saß ein 40-Jähriger aus Wien, der laut Polizei als Aufsichtsperson fungiert hätte. Die drei Boote waren miteinander mit Seilen verbunden. Beim Treiben auf der Fischa seien zwei Paddel verloren gegangen, wodurch die Gruppe manövrierunfähig geworden sei. Bei dem Vorfall wurde keine Person verletzt. Der 40-Jährige wird bei der Staatsanwaltschaft Korneuburg wegen Gefährdung der körperlichen Sicherheit angezeigt.

Für die Suche war ein Großaufgebot an Einsatzkräften alarmiert worden:  sechs Feuerwehren mit drei Booten und rund 50 Mann (Fischamend, Haslau/Donau, Wildungsmauer, Orth/Donau, Mannsdorf und Probstdorf), das Rote Kreuz Bruck/Leitha und Schwechat, die Polizei mit mehreren Streifen und dem Hubschrauber "Libelle FLIR " und die Wasserpolizei mit einem Boot und zwei Streifen.