Fliegerbombe bei Bauarbeiten entdeckt. Bagger legte auf Baustelle eine 70-Kilo-Bombe aus dem 2. Weltkrieg frei. Auch in Prellenkirchen Granaten gefunden.

Von Josef Rittler. Erstellt am 30. Juli 2014 (10:05)
NOEN, Polizei
Die Bombe wurde an Ort und Stelle entschärft.
Beim Kreisverkehr der B10 des Autobahnzubringers zur A4 westlich von Bruck ist am Dienstag vergangener Woche auf einem Acker eine noch scharfe Fliegerbombe aus der Zeit des 2. Weltkrieges ausgegraben worden.

Auf dem Grundstück errichtet derzeit ein Unternehmen ein Gebäude. Die Bombe war in einer Tiefe von etwa drei Metern von einem Bagger ausgegraben worden. Der Fundort wurde vom Bauleiter und seinen Kollegen abgesichert, dann verständigte der Bauleiter die Polizei. Diese alarmierte ihrerseits den Entminungsdienst, der Mitarbeiter zur Fundstelle schickte. Diese trafen um 11.20 Uhr ein und ersuchten um weiträumige Absicherung: Es handle sich um eine 70 Kilo schwere Fliegerbombe.

Fliegerbombe wurde fachgerecht entsorgt

Sie sei noch scharf und müsse an Ort und Stelle entschärft werden. Die Polizei riegelte daher während der Entschärfung die B10 zwischen der Abzweigung nach Wilfleinsdorf und dem Kreisverkehr ab. Örtliche Umleitungen wurden eingerichtet. Weiters wurde über den Notfallkoordinator der ÖBB der Zugverkehr auf der Ostbahn in diesem Zeitraum eingestellt. Die Austro Control wurde ebenfalls verständigt, traf jedoch keine Maßnahmen.

Die Entschärfung der Fliegerbombe durch die beiden Beamten des Entminungsdienstes verlief ohne Vorkommnisse. Die Fliegerbombe wurde anschließend fachgerecht entsorgt.

In Prellenkirchen tauchten ebenfalls Relikte aus den letzten Tagen des Weltkrieges auf. Ein slowakischer Radfahrer hatte bei einer kleinen Brücke über den ehemaligen Spitzerbach zwei Granaten entdeckt und am Samstag bei den slowakischen Behörden gemeldet. Diese informierten die österreichischen Kollegen von Polizei und Entminungsdienst. Die Granaten wurden wie die Fliegerbombe an Ort und Stelle gesprengt.