Prügelgatte sitzt nun für drei Monate ein. Über Monate malträtierte Mann (34) seine Frau: Schläge und Morddrohungen versetzten zweifache Mutter permanent in Todesangst.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 06. Dezember 2017 (04:13)
NOEN, Wodicka
Symbolbild

Der vor Gericht stehende Türke (34) aus Bruck ist lediglich zu einem Teilgeständnis bereit. Er gibt zu, seiner Frau einmal, höchstens zweimal eine Ohrfeige verpasst zu haben. Regelmäßig geschlagen, getreten, gewürgt oder mit Zigarettenstummeln beworfen will er sie nicht haben, auch nicht bedroht, schon gar nicht mit einem Messer.

„Sie ist zehn Jahre älter als ich und sehr eifersüchtig. Sie erzählt dann wilde und unwahre Geschichten und deshalb ist es dann öfters zu Problemen und Streitereien gekommen“, schildert der 34-Jährige. Er habe seine Frau auch nicht genötigt, eine bereits im Vorjahr erstattete Anzeige wegen Körperverletzung wieder zurückzuziehen.

"Es war ein Unfall"

„Stimmte die Anzeige?“, hakt der Richter nach. „Aber nein. Ich habe sie nicht mit einem Messer verletzt. Es war ein Unfall mit einer Glasscherbe“, beteuert der Türke.

„Ihren Ausraster am Flughafen im Sommer dieses Jahres können Sie aber nicht in Abrede stellen. Dafür gibt es zu viele Zeugen“, wirft der Ankläger ein.

Der 34-Jährige gibt schlussendlich zu, den Abflug seiner Frau mit den beiden Kindern in den Urlaub durch Morddrohungen verhindert zu haben.

„Die Kinder mussten mitanhören, wie Sie Tötungen ankündigten“, bringt es der Richter sichtlich empört auf den Punkt. Er verhängt über den wenig Einsicht zeigenden 34-Jährigen eine teilbedingte Freiheitsstrafe: 15 Monate, davon muss der bislang unbescholtene Türke drei Monate hinter Gittern absitzen.