Jürgen Maschl ist neuer Dialogforum-Obmann. Der Schwadorfer SPÖ-Bürgermeister wurde von der Generalversammlung einstimmig gewählt. Mit dem von der Luftfahrtbranche erhofften Neustart am Flughafen steht das Dialogforum vor großen Herausforderungen.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 26. April 2021 (19:42)
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Dialogforum-Obmann Jürgen Maschl (2.v.l.) bei seinem Antrittsbesuch bei Flughafenvorstand Julian Jäger (2.v.r.). Mit im Bild sind Markus Roch, Airport-Vertreter im Dialogforum, und Dialogforum-Geschäftsführer Wolfgang Hesina.
Usercontent, privat

Als die Nachricht vom Tod des langjährigen Dialogforum-Obmannes Leopold Winkler bekannt wurde, war die Trauer groß. Der Kleinneusiedler Ehrenbürger verstarb zum Jahreswechsel mit 72 Jahren. Knapp vier Monate nach dessen Tod wurde nun Jürgen Maschl von der Generalversammlung des Vereins „Dialogforum Flughafen Wien“ einstimmig zum neuen Obmann gewählt. 

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Jürgen Maschl
Usercontent, Marktgemeinde Schwadorf/Rudolf Schmied

Der Schwadorfer SPÖ-Bürgermeister vertritt damit zumindest für die kommenden drei Jahre zudem die Anrainergemeinden im sechsköpfigen Vorstand. Doch der in der Luftfahrt anvisierte Neustart am Schwechater Flughafen wird die Mitglieder des Dialogforums sowie ihren neuen Obmann vor große Herausforderungen stellen. Denn er birgt jede Menge Konfliktpotenzial.

Wirtschaftsinteressen versus Ruhebedürfnis

Auch Maschl ist im NÖN-Gespräch überzeugt: "Die Lärmbeschwerden werden sicher zunehmen." Jeder zusätzliche Flieger wird Aufmerksamkeit verursachen. Daher wird im Dialogforum darum gehen, die wirtschaftlichen Interessen des Flughafens mit jenen der Bevölkerung nach Ruhe in Einklang zu bringen. '"Die Herausforderung wird sein, im Dialog einen Konsens aus den Beschwerden der Bürger auf der einen Seite und der Wirtschaft auf der anderen zu finden. Es wird ja auch darum gehen, Arbeitsplätze zu sichern aber auch zu schaffen", weiß der Obmann.

Er ist aber überzeugt, dass im Dialogforum genug Know-how und Erfahrung vorhanden sei, um auch in diesem Fall Lösungen zu finden. "Wir können nur gemeinsam erfolgreich sein und wir leben den Dialog. Verhandlungen laufen so lange, bis alle hinter der Lösung stehen können. Das funktioniert bisher sehr gut", erläutert Maschl.

Das gesamte Antrittsinterview lest ihr in der kommenden Printausgabe der Brucker NÖN sowie im e-paper.

Zum Thema: 

  • Der Verein „Dialogforum Flughafen Wien“ ging aus dem Mediationsverfahren hervor und nahm 2005 seine Arbeit auf.
  • Operativ führt der erweiterte Vorstand aus 29 Mitgliedern die Geschäfte – vorgereiht ist ihm ein sechsköpfiges Gremium aus je einem Vertreter von Flughafen, der ARGE gegen Fluglärm, den Anrainergemeinden, dem Land NÖ sowie zwei Vertretern der Stadt Wien.