Römerland Carnuntum: Region kreiert ihre eigene Zukunft. Zukunftsrat arbeitet unter wissenschaftlicher Begleitung an Lebensqualität im Römerland Carnuntum im Jahr 2040.

Von Susanne Müller. Erstellt am 26. Februar 2020 (05:20)
V.l.n.r.: Projektleiterin Cornelia Fischer, Römerland Carnuntum-Obmann Hans Rupp, Römerland Carnuntum-Geschäftsführerin Gabriele Preisinger
Rittler/Müller (Rupp)

Seit April arbeitet der Regionalentwicklungsverein Römerland Carnuntum unter der wissenschaftlichen Leitung der Universität für Bodenkultur (BOKU) und begleitet von der Technischen Universität an der Zukunft der Region. Konkret wurde dafür ein Zukunftsrat etabliert, der aus rund 70 Personen besteht (die NÖN berichtete).

Römerland Carnuntum-Obmann Hans Rupp.
Müller

„Es ist erfreulich, wie bunt gemischt der Zukunftsrat ist, und, dass auffällig viele junge Menschen darin vertreten sind“, so Regionsobmann Hans Rupp.

Darin zerbrechen sich Vertreter von Gemeinden, Interessierte und zufällig ausgewählte Personen den Kopf darüber, an welchen Schrauben man drehen kann, um die Lebensqualität in den nächsten Jahren für die Region zu erhalten und zu verbessern. Schließlich ist das Römerland Carnuntum ein begehrter Ort zum Wohnen, für Betriebe und Infrastrukturprojekte, wodurch der Lebensraum freilich in vielfacher Weise unter Druck gerät. Ziel ist, herauszuarbeiten, wie die Region Römerland Carnuntum im Jahr 2040 ausschauen soll.

Mittlerweile haben drei Zukunftsräte getagt. Zusätzlich fanden im Jänner und Februar Szenarien-Workshops mit kleineren Gruppen statt, die sich aus dem Zukunftsrat für noch intensivere Mitarbeit gemeldet haben.

Jeder kann über die Zukunft abstimmen

„Die BOKU destilliert daraus Ergebnisse und Umsetzungsszenarien für die Region“, erklärt Cornelia Fischer, Projektleiterin für den Zukunftsrat beim Römerland Carnuntum. In diesen Szenarien sollen jeweils alle Lebensbereiche abgebildet sein, von Bildung über Wirtschaft bis hin zu Sozialem.

Projektleiterin Cornelia Fischer.
Rittler

Bevor am 2. April der nächste Zukunftsrat stattfindet, soll online ab 17. März eine Befragung über drei ausgearbeitete Szenarien stattfinden. „Die Bürgermeister und Mitglieder des Zukunftsrats werden gesondert befragt, damit man die Ergebnisse auch gesondert auswerten kann“, erläutert Fischer. An der Abstimmung kann jede Bewohnerin und jeder Bewohner der Region teilnehmen und für sein präferiertes Szenario voten sowie zusätzlich Details der anderen Szenarien bewerten.

Letztendlich soll der Zukunftsrat gemeinsam mit den Universitäten eine konkrete Vision erarbeiten. „Die BOKU wird dann mit einer Gaming-Firma Spiele entwickeln, mit deren Hilfe die Wege dorthin erprobt werden sollen“, so Fischer. Darüber hinaus fließen auch die Ergebnisse des Projekts „LENA“ in das Forschungsprojekt ein.

Römerland Carnuntum-Geschäftsführerin Gabriele Preisinger.
NOEN

Am Ende beschließt der Zukunftsrat die nächsten Schritte. „Darüber wird dann in der Vollversammlung des Regionalentwicklungsvereins abgestimmt und wir fokussieren unsere Arbeit im Römerland Carnuntum dann darauf“, hält Regions-Geschäftsführerin Gabriele Preisinger fest.

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