„Gefahr in Verzug“. Beschädigt / Das Dach des Sarasdorfer Kindergartens sorgt für heftige Diskussionen im Gemeinderat. Bessere Kontrolle ist bereits angedacht.

Von Nicole Frisch. Erstellt am 25. Juni 2014 (09:06)
NOEN, Nicole Frisch
Das Kindergartendach wird derzeit neu eingedeckt.
Es waren Wasserflecken an der Zimmerdecke, die darauf aufmerksam gemacht haben, dass das Dach des Sarasdorfer Kindergartens beschädigt sein könnte. „Der Dachstuhl war morsch und es war bereits akute Gefahr in Verzug“, erläutert VP-Bürgermeister Heinz-Christian Berthold. Es wurde sofort gehandelt, wie VP-Ortsvorsteher Markus Maurer versichert. Somit wird derzeit das gesamte Dach des Kindergartens neu eingedeckt. Die dafür anfallenden Kosten werden sich aus derzeitiger Sicht auf rund 40.300 Euro belaufen.

Für SP-Gemeinderat Wolfgang Bregartbauer stellt sich allerdings die Frage, wieso diese Schäden nicht schon früher entdeckt wurden und ob zukünftig eine jährliche Begehung angedacht ist, um solche Gefahren vermeiden zu können. „Bisher wurde das Gebäude von innen nicht kontrolliert, es wurde lediglich eine Sichtkontrolle von außen durchgeführt“, gesteht Berthold.

„Erst vor kurzem habe ich das Dach des Feuerwehrhauses begutachtet“, Maurer

„Man hätte dieses Problem auf jeden Fall verhindern können“, hält SP-Gemeinderätin Isabella Stasny fest. Auch sie hält es ebenso wie ihr Parteikollege für wünschenswert, dass das Gebäude in Zukunft öfters begutachtet wird und dass bei der Entdeckung etwaiger Schäden, Sachverständiger beziehungsweise entsprechende Experten informiert werden.

Vonseiten der VP wurde dieser Vorschlag allerdings mit Unmut aufgenommen, da es einen irren Aufwand für die Gemeinde bedeuten würde, wenn man alle Immobilien kontrollieren müsste, wie der Ortschef argumentiert. „Es war bloß als Anregung gedacht und nicht als Kritik“, versucht Stasny die Gemüter wieder zu besänftigen.

Letztendlich erklärt sich der Ortsvorsteher der Katastralgemeinde dazu bereit, alle öffentlichen Gebäude in Sarasdorf zweimal jährlich zu kontrollieren. „Erst vor kurzem habe ich das Dach des Feuerwehrhauses begutachtet“, lässt Maurer die Gemeinderäte wissen.