Verein sagt Gelsen in den Leithaauen den Kampf an. Im vergangenen Jahr konnte eine Gelsenplage verhindert werden. Heurige Entwicklungen seien noch unklar.

Von Nicole Frisch. Erstellt am 13. Mai 2020 (05:34)
GEBL-Obmann Mark Hofstetter beobachtet die Entwicklungen.
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 „Das Jahr 2019 kann man aus gelsentechnischer Sicht als sehr gelungen betrachten“, sagt Mark Hofstetter, Obmann des Vereins zur Bekämpfung der Gelsen in den Leithaauen (GEBL). Zwar wurden die Wasserflächen, die durch Regenfälle im Mai verursacht wurden, als Brutstätten verwendet. Dies bekam man aber gut in den Griff und mit Ausnahme von wenigen Tagen gab es im Sommer wenig Gelsen. 

Wie sich die Situation dieses Jahr entwickelt, sei hingegen noch unklar, so Hofstetter. Zwar sind bis Mitte Mai keine größeren Niederschläge vorhergesagt, jedoch kann sich innerhalb von 14 Tagen eine Gelsenplage entwickeln. Dafür sind lediglich Regenfälle notwendig, die zu Hochwasser führen. Dieses bietet sich dann als Brutstätte für Gelsenlarven an. Der GEBL verfolgt die Entwicklungen aufmerksam, um die Larven rechtzeitig mit dem biologisch hergestellten Larvizid zu töten.

Auch jeder Einzelne kann in seinem Garten einen Beitrag zur Vorbeugung einer Gelsenplage leisten. So sollen stehende Gewässer wie zum Beispiel in Regentonnen vermieden und lebendige Wasserflächen geschaffen werden, beispielsweise indem Fische im Gartenteich leben. Als Alternative können die Larven mit dem Mittel BTI getötet werden. 

Hinweise, dass das Coronavirus über Gelsenstiche übertragen werden kann, gibt es nicht. „Es bleibt also bei den derzeitigen Vorsichtsmaßnahmen: Abstand halten, Hände waschen“, so Hofstetter.