SPÖ baut in Bruck die Absolute noch einmal aus . In der Bezirkshauptstadt kann SP-Bürgermeister Gerhard Weil jubeln. Er holte mit seiner Truppe zwei weitere Mandate dazu und hält nun bei 20 Mandaten.

Von Susanne Müller. Erstellt am 26. Januar 2020 (19:50)
Bei der SPÖ war in Bruck der Jubel groß. Sie holte 20 Mandate, also zwei mehr als bisher.
Susanne Müller

In Bruck ist die SPÖ der klare Wahlgewinner. Zu den 18 Mandaten, mit denen die SPÖ schon bisher die absolute Mehrheit in der Bezirkshauptstadt hatte, gewannen Bürgermeister Gerhard Weil und sein Team noch zwei Mandate dazu. "Das ist grandios. Ich bin sprachlos und überwältigt", konnte es Weil, auf den der gesamte Wahlkampf der SPÖ zugeschnitten war, im ersten Moment kaum glauben. "Man sieht, die gute und stabile Arbeit trägt Früchte", so Weil. Erstmals hat die SPÖ auch im Innenstadt-Sprengel, in dem traditioneller Weise früher die ÖVP die Mehrheit hatte, auch die Nase vorne. 

Bei der zweitstärksten Fraktion, der ÖVP, gab es am Wahlabend kaum lachende Gesichter. Die Türkisen verloren drei Mandate, zwei davon wohl an die neue Bürgerliste Bruck-Wilfleinsdorf, die von drei ehemaligen ÖVP-Stadträten angeführt wird. "Das ist sehr schade. Wir haben einen Wahlkampf mit ganz vielen neuen Gesichtern geführt, vor allem bei den Frauen und Senioren waren wir besser aufgestellt. Aber die Streiterei dürfte sich schon ausgewirkt haben", meinte ein enttäuschter ÖVP-Klubsprecher Ronald Altmann. 

Umso größer ist freilich die Freude bei der neuen Bürgerliste. "Ich freue mich unheimlich. Wir haben Grün und Blau überholt. Das ist für den Einstieg ein Traum-Ergebnis", jubelte LBW-Spitzenkandidat Felix Böhm.

Durchaus zufrieden zeigte sich auch Grünen-Spitzenkandidat Roman Kral. Die Grünen konnten ihre zwei Mandate halten. "Ich gratuliere den zwei großen Wahlgewinnern, der  SPÖ und der LBW, die aus dem Stand ein sehr respektables Ergebnis eingefahren hat. Der dritte Wahlgewinner sind wir, weil wir doch auch dazugewonnen haben", so Kral.

Die FPÖ verlor eines ihrer zwei Mandate. "Die Gemeinderatswahl ist zwar eine Persönlichkeitswahl, aber in unserem Fall hat sicher die Bundespolitik hereingespielt", meinte Spitzenkandidat Franz Krupbauer.

Bei der zweiten Bürgerliste, der "Unabhängigen Brucker Bürgerliste" von Paul Rittler reichte es mit nur 35 Stimmen nicht für den Einzug in den Gemeinderat.


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