Kokain-Schmuggler und Helfer wandern in den Bau. Eine Brasilianerin und ein Landsmann, ein Argentinier und zwei Peruaner scheiterten beim Versuch, Kokain ins Land zu bringen.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 13. Oktober 2018 (03:19)
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APA (Symbolbild)

Mehrere Prozesse gegen Drogenschmuggler gingen vergangene Woche am Landesgericht Korneuburg über die Bühne. „Spricht für die gute Arbeit der Zöllner “, kommentiert der Richter und lässt neben den Angeklagten aus Peru, Brasilien und Argentinien auch sprachkundige Dolmetscher aufmarschieren.

Der Richter macht den Angeklagten gleich zu Prozessbeginn klar, dass beschönigendes und verharmlosendes Herumgerede oder eine leugnende Verantwortung wenig zielführend sind: „Ein Geständnis ist der wichtigste Milderungsgrund, sprich einige Jahre weniger“, erläutert er harsch.

"Brauchte das Geld"

Die Brasilianerin (30) nimmt sich die mahnenden Worte des Richters zu Herzen und legt unter Tränen ein Geständnis ab: „Ich wurde mit 1,2 Kilo Kokain, versteckt im doppelten Boden meines Koffers, erwischt“, gibt die zweifache Mutter zu und schluchzt: „Ich brauchte das Geld.“ Die Aussicht auf Geld bewegte auch einen 26-jährigen Brasilianer, die Landsfrau in Schwechat abzuholen und für den Weitertransport zu sorgen. Statt Geld winkten aber die Handschellen und zwei Jahre Gefängnis für die Brasilianerin und drei Jahre unbedingt für den Landsmann.

Eine unbedingte Freiheitsstrafe von jeweils zwei Jahren setzt es auch für zwei Peruaner, die mit knapp zwei Kilogramm Kokain im Schlafsack bei der Einreise in Schwechat erwischt wurden. Der Argentinier (27) leugnet, als Kurier 1,6 Kilo Koks ins Land geschmuggelt zu haben. Die leugnende Verantwortung bringt ihm drei Jahre Gefängnis ein. Nicht rechtskäftig.