Offene Autos in Bruck und Möllerdorf geplündert. Ein 33-Jähriger hat Wertgegenstände aus unversperrten Autos in mehreren Ortschaften - auch Bruck und Möllerdorf - gestohlen. Er muss wieder in Haft.

Von Stefanie Marek. Erstellt am 16. November 2020 (18:18)
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Zwei Polizisten führen den Angeklagten in Handschellen herein. Sein Vorstrafenregister ist lang: Seit 2007 stand er wegen Diebstahl, Betrug, Steuerstraftaten, Schwarzfahren und Sachbeschädigung in Großbritannien, Deutschland, Belgien, Schweden und Frankreich vor Gericht. Erst im Juli kam der rumänische Staatsbürger aus der Haft. Anfang September ging es dann in Österreich weiter, auch in Bruck und Möllerdorf (Bezirk Baden).

Aus unversperrten Autos soll der 33-Jährige über den Zeitraum von einem Monat mehrere Wertgegenstände gestohlen haben. Darunter waren ein Laptop, ein Handy, eine Brieftasche, Sonnenbrillen und Parfums. Am Schwarzmarkt hat er die Sachen für 100 Euro verkauft, 600 Euro soll er so insgesamt in dem einen Monat gemacht haben. Bis ein Passant die Polizei rief.

Der Beschuldigte gibt alles zu. „Ich war wegen Corona in einer schwierigen Lage, ich habe keinen Job gefunden. Ich kam eigentlich hierher mit der Absicht zu arbeiten“, sagt er. „Ich habe eine dreijährige Tochter und meine Partnerin hat keine Arbeit.“ Zuvor hatte er in der IT-Branche und als Dolmetscher und Übersetzer in Frankreich gearbeitet, im Herbst hatte er keine Beschäftigung. „Ich bereue es und werde es auch nicht wiederholen“, sagt er. Der Richter zeigte sich skeptisch, ob er ihm das glauben soll.

Der Täter soll außerdem eine Bankomatkarte aus einem der Autos genommen und damit Zigaretten und ein Getränk gekauft haben. Das zählt als Einbruch. Wegen des Tatzeitraums von einem Monat stuft der Richter das Vorgehen als gewerbsmäßig ein und spricht ihn schuldig. Die Handschellen muss der Angeklagte also wieder anlegen. Er bekommt eine unbedingte Freiheitsstrafe von 18 Monaten, wird aber Berufung einlegen. Das Urteil ist somit nicht rechtskräftig.