Bruck/Korneuburg: Marionnaud-Einbruch roch nach mehr. Drei rumänische Staatsbürger waren geständig. Beute im Wert von 35.000 Euro. Hintergründe der Tat blieben aber im Dunkeln.

Von Christian Pfeiffer. Erstellt am 14. April 2021 (03:22)
Symbolbild
Von Zolnierek, Shutterstock.com

Eiskalt durchgezogen war der Fall, der vorm Landesgericht Korneuburg von Richter Martin Bodner verhandelt wurde, allemal. Drei rumänische Staatsbürger brachen am 28. Februar dieses Jahres in Bruck in die Filiale der Parfümerie-Kette Marionnaud ein, und erbeuteten Waren im Wert von 35.000 Euro. Dabei zertrümmerten sie das Glas der Eingangstür und stahlen mehr als 200 Parfüms und Proben – abgesehen von der Verwüstung, die sie mit ihrem Einbruch-Diebstahl verursachten.

Alle drei Angeklagten im Alter von 30 bis 39 Jahren waren insoweit geständig, wie es die Anklage erforderte. Wie es zu der Tat in Bruck kam, obwohl die Angeklagten für kurze Zeit in Wien wohnten, und warum einer der Angeklagten hochpreisige Autos fuhr, wie die Observation durch die Polizei ergab, dazu wollten oder konnten die Beschuldigten keinen Beitrag leisten. Das verströmte ein gewisses Flair, dass da mehr dahinter steckt, was womöglich auch das gesteigerte Publikumsinteresse in Corona-Zeiten erklärt.

Richter Martin Bodner gewichtete die Urteile je nach Angeklagtem, ohne aber bereits vorher klargestellt zu haben: „Vorbestraft ist man nicht nur, wenn man inhaftiert war“, da es bezüglich der Vorstrafen der Angeklagten abweichende „Wahrnehmungen“ gab. Der 39-jährige Rumäne wurde zu zwölf Monaten Haft, davon acht bedingt, ein weiterer 32-Jähriger zu 14 Monaten, davon achteinhalb bedingt, verurteilt. Der 30-jährige Drittangeklagte wurde aufgrund seiner bisherigen Unbescholtenheit zu zehn Monaten bedingt verurteilt.