Interationale Stars von morgen bei Wettbewerb in Rohrau. Sieben Nachwuchskünstler ritterten um den Sieg beim Finale des „Internationalen Haydn-Wettbewerbs für Klassisches Lied und Arie“.

Von Otto Havelka. Erstellt am 24. Mai 2021 (16:21)

Bereits zum dritten Mal fand am Sonntag im Haydn-Haus der „Internationale Haydn-Wettbewerb für Klassisches Lied und Arie“ statt. Der Wettbewerb richtet sich an junge Sänger aus aller Welt mit besonderer Begabung und Ausbildung im Bereich Liedgesang und Oper und setzt den inhaltlichen Schwerpunkt auf das Lied- und Arienrepertoire aus der Zeit der Wiener Klassik. Mit 79 Anmeldungen aus 33 Nationen war der Andrang von Bewerbern so groß wie noch nie. Nach einer Vorauswahl sangen vierzig von ihnen zwei Tage lang in zwei Wettbewerbsrunden um den Einzug ins Finale der letzten sieben. Insgesamt 180 Lieder und Arien musste sich die Jury dabei zu Gemüte führen.

„Das Niveau war heuer extrem hoch“, lobte die Jury-Vorsitzende, Kammersängerin Angelika Kirchschlager. Inn dem ausgeklügelten Bewertungssystem „entschieden oft nur Zehntelpunkte über das Weiterkommen in die nächste Runde“, erzählt Kirchschlager.

Am Ende überzeugte beim Finale mit der russischen Sopranistin Anna Nekhames erstmals eine Sängerin die Jury. Mit ihrer Darbietung von Liedern und Arien von Haydn, Mozart und Beethoven errang sie den 1. Platz samt Preisgeld von 8.000 Euro als „Preis des Landes Niederösterreich“. Platz 2 ging an den Tenor David Kerber, der als einziger von zwölf österreichischen Bewerbern das Finale erreichte. Sopranistin Karolina Bengtsson aus Schweden belegte den dritten Platz und räumte auch gleich drei von sieben Sonderpreisen ab: Engagements in Baden, Köln und Kolumbien.

Den von Kabarettist Alfred Dorfer separat gestifteten „Publikumspreis“ in der Höhe von 2.000 Euro holte sich David Kerber. Da das Finale auch als Video-Stream mitverfolgt werden konnte, nahmen neben den rund 40 Zuschauern im Haydnhaus auch 1.122 Zuseher zu Hause an der Wahl des Publikumsfavoriten teil. Preisspender Dorfer verschmitzt: „Die Jury in Ehren, aber letztlich muss es dem Publikum gefallen.“