Aureum Saxophonquartett spielte Mozart etwas anders

Das „Aureum Saxophonquartett“ und der junge Starpianist Martin Ivanov begeisterten mit ihrer Virtuosität in der Pfarrkirche Göttlesbrunn.

Erstellt am 20. August 2020 | 04:10
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Das „Aureum Saxophonquartett“: Johannes Weichinger, Lukas Seifried,Viola Jank und Martina Stückler.
Foto: Havelka

Bereits zum dritten Mal gastierte die Haydnregion am vergangenen Sonntag in der Pfarrkirche Göttlesbrunn. Und es war wie die beiden Male zuvor ein außergewöhnlicher Musikabend. Eine Mozart-Fuge mit vier Saxofonen bringt Klassik-Liebhaber ins Staunen und könnte etliche Jazz-Fans entzücken.

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Begeisterte mit seinem virtuosen Tastenspiel: Martin Ivanov.
NOEN

Das großartige „Aureum Saxophonquartett“, das im Wiener Musikverein ebenso zu Hause ist wie im Jazzpalast „Borgy & Bess“ der Bundeshauptstadt gab quasi eine Doppelconference mit dem jungen bulgarischen Ausnahmepianisten Martin Ivanov. Er steuerte etwa eine Klaviersonate von Joseph Haydn und ein Potpourri der Walzermelodien von Johann Strauss Sohn bei – freilich nicht, ohne sein virtuoses Können zu demonstrieren. Genialer Höhepunkt: Georges Bizets „Carmen Fantasie“, die dem Publikum den Atem stocken ließ.

Stimmungsvoller Abschluss (nach nur drei Proben): George Gershwins „Rhapsodie in Blue“ – als hätten die fünf schon ewig gemeinsam gespielt. Draufgaben mussten sein: Eigenimprovisationen von Ivanov und ein sentimentaler „Hochzeitswalzer“ des Jazzkomponisten Klaus Dickbauer.