Bittermann sperrt mit Ende 2022 zu. Ende 2022 will Adi Bittermann dem Vinarium Ade sagen. Die Ortsvinothek und das Genusswirtshaus sollen aber von einem „adäquaten Nachfolger“ weitergeführt werden.

Von Stefanie Cajka. Erstellt am 05. Mai 2021 (05:55)
Das Lokal am Abt-Bruno-Heinrich-Platz in Göttlesbrunn, von dem sich Adi Bittermann (kleines Bild) Ende nächsten Jahres verabschieden will.
Cajka

Seit mittlerweile 15 Jahren betreibt Gastronom Adi Bittermann sein Genusswirtshaus samt Vinothek am Abt-Bruno-Heinrich-Platz in Göttlesbrunn. Doch dies hat nun ein Ablaufdatum: Ab Anfang 2023 möchte sich Bittermann nämlich anderen Herausforderungen widmen.

„Ich möchte etwas Neues machen“, erzählt er im Gespräch mit der NÖN. Es sei ein neues Projekt in Planung, genauere Details wollte er diesbezüglich aber noch nicht verraten. Bittermann erklärt aber, dass er dann nicht mehr selbstständig sein, sondern in einem Angestelltenverhältnis stehen werde. „Ich möchte die nächsten zehn Jahre durchstarten und Gas geben, aber in einer neuen Atmosphäre und ohne den Druck der Selbständigkeit“, berichtet er von seinen Plänen. Gleichzeitig verweist Bittermann auf Schwierigkeiten, mit denen er in den letzten Jahren konfrontiert war.

„Ich bin schon jahrzehntelang in der Gastronomie und es wird einem immer mehr vermiest durch Gesetze und Behörden. Das will ich nicht mehr“, erklärt der Gastronom die Beweggründe, warum er der Selbständigkeit in rund eineinhalb Jahren den Rücken kehren will. Aber: „Ich koche nach wie vor gerne und möchte noch viele Leute verwöhnen.“ Dem Vinarium schon bald Lebewohl zu sagen falle ihm zwar schwer, aber „Corona hat die Welt verändert und auch meine Einstellung“, schmunzelt er. Zudem denke er bei seinen Plänen auch schon an die Pension. „Es war sehr anstrengend, was ich die letzten 30 Jahre gemacht habe“, erklärt Bittermann und verweist darauf, dass er in Zukunft etwas ruhiger treten wolle. 

Ich möchte etwas Neues machen.“ Gastronom Adi Bittermann

Das Genusswirtshaus sowie die Ortsvinothek sollen aber weiterhin bestehen bleiben und von einem „adäquaten Nachfolger“ weiterbetrieben werden. Zwei Nachfolger habe man schon in Evidenz, allerdings wollte Bittermann auch diesbezüglich nichts Genaueres sagen. Nur die Grillschule werde es dann am aktuellen Standort nicht mehr geben, dafür soll diese aber Teil des neuen Projekts sein.

Das Lokal in Göttlesbrunn hat Bittermann von der Gemeinde Göttlesbrunn-Arbesthal gepachtet. Bürgermeister Franz Glock (ÖVP) meint angesprochen auf Bittermanns Zukunftspläne: „Es gibt einen bestehenden Pachtvertrag, den er innerhalb der Kündigungsfrist kündigen muss und wir werden schauen, dass wir das gastronomisch weiterbetreiben können.“ Der Bürgermeister ergänzt aber: „Es ist schade, dass er uns verlässt, weil die Gemeinde durch seine Tätigkeit sehr wohl einen Bekanntheitsaufschwung erlangt hat.“