Kein „Asia Food“ im Bittermann Vinarium

Aus Bittermanns Vinarium hätte laut Gerüchten ein chinesisches Restaurant werden können. Adi Bittermann winkt aber ab. Er sucht einen Nachfolger, „der eindeutig zu Göttlesbrunn passt“.

Erstellt am 02. Dezember 2021 | 04:00
Lesezeit: 2 Min
Bittermann Vinarium
Zwei Interessenten für das Vinarium soll es bereits geben. Die Panasia Handelsges.m.b.H. soll jedenfalls nicht dazugehören.
Foto: Cajka

Gerüchten zufolge bekundete die Panasia Handels GmbH, größter Importeur und Lieferant Europas für Spezialitäten aus Japan und anderen fernöstlichen Ländern mit einem Firmensitz in Göttlesbrunn, Interesse an Bittermanns Vinarium.

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Wie berichtet will sich Adi Bittermann ja einem neuen Projekt widmen und der Selbstständigkeit adé sagen. Gemeinsam mit Bürgermeister Franz Glock (ÖVP) sucht er deswegen bis Ende 2022 einen neuen Pächter für das Vinarium.

Panasia habe sich aber einen Korb geholt, heißt es im Dorf. Panasia-Prokurist Xuejun Ji dementiert allerdings. Ihm sei eine derartige Anfrage nicht bekannt.

Haben keinen Zeitdruck

Adi Bittermann selbst geht darauf nicht näher ein, stellt aber klar: „Gemeinsam mit der Gemeinde werden wir einen Pächter finden, der ein Angebot bietet, das zu Göttlesbrunn passt. Wir haben dabei keinen Zeitdruck. Verscherbeln werden wir das Vinarium sicher nicht. Da behalte ich es lieber selbst und es gibt ,Bittermann light’ in Göttlesbrunn.“

Bürgermeister Franz Glock weiß ebenfalls nichts von einem Interesse Panasias oder einem anderen China-Restaurantbetreiber an Bittermanns Vinarium. „Es ist vertraglich geregelt, dass Adi einen Nachfolger suchen darf, aber die Gemeinde ein Mitspracherecht hat. Und einen Chinesen wollen wir sicher nicht. Wenn es zu Verhandlungen kommt, bin ich mir sicher, dass Adi mir das mitgeteilt hätte“, so Glock.

Zwei Interessenten gibt es schon

Diese Woche soll es jedenfalls ein neues Abstimmungsgespräch zwischen Gemeinde und Bittermann geben. Zwei Interessenten habe man bereits. Details werden aber nicht genannt.

Zur Erinnerung: Alt-Bürgermeister Walter Glatzer (ÖVP) hat Adi Bittermann 2005 nach Göttlesbrunn gelockt. Mit dem finanziellen Anreiz, dass die Gemeinde selbst rund 600.000 Euro für den Umbau und die Sanierung der alten Volksschule übernimmt. Hauben-Koch Adi Bittermann und seine Frau Bettina sind damals dem Ruf gefolgt, haben selbst noch einmal so viel Geld in die Hand genommen und die Volksschule aus der Zeit Maria Theresias von 2005 auf 2006 rundum modernisiert und mit dem Vinarium neues Leben eingehaucht. Mit Erfolg. 15 Jahre kocht Adi Bittermann nun schon in Göttlesbrunn.