Spitzen-Gastronom Adi Bittermann: „Zur Not mache ich selbst weiter“

Erstellt am 26. Mai 2022 | 05:56
Lesezeit: 2 Min
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Wenn sich kein geeigneter Nachfolger findet, will Adi Bittermann das Restaurant im Zweifelsfall lieber selbst weiterführen.
Foto: Cajka
Folgen der Pandemie machen die Suche nach neuem Inhaber für Adi Bittermanns Restaurant am Abt-Bruno-Heinrich-Platz 1 in Göttlesbrunn schwer.
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Steigende Energiekosten, hohe Spritpreise, Personalmangel und teurere Einkäufe – das sind alles Faktoren, mit denen Gastronomen aktuell zu kämpfen haben. Das erschwert auch weiter die Suche nach einem Nachfolger für Adi Bittermanns Genusswirtschaft in Göttlesbrunn.

Wie berichtet will sich der Spitzengastronom verändern und ist Teil des neuen Hotel- und Restaurantkonzepts von ??? im Bezirk. Mit Ende 2022 will er Vinothek und Lokal in Göttlesbrunn in neue gewissenhafte Hände übergeben.

Das scheint aber aktuell ein unmögliches Unterfangen.

„Wir sind sehr gut vernetzt. Inserate werden geschaltet, die NÖ Wirtshauskultur weiß Bescheid und bewirbt das Lokal. Vielleicht findet sich noch jemand, der sich verändern und verwirklichen möchte und genug Leidenschaft mitbringt. Bisher hatte ich aber keine ernstzunehmenden, sondern eher dubiose Angebote“, so Bittermann.

Deswegen hat er auch schon einen Plan B geschmiedet, was Gemeinde und Fans freuen dürfte: „Verscherbelt wird nix. Zur Not mache ich selbst weiter und beteilige meine Mannschaft am Unternehmen, statte jeden mit mehr Verantwortung aus. Wenn die Motivation da ist, kann das gut weiterlaufen“, ist sich Bittermann sicher.

Schon jetzt hat er aus der Not eine Tugend gemacht. Um seine Mitarbeiter wertzuschätzen und nicht zu verlieren, ist er auf deren Vorschlag eingegangen, nur noch drei Tage offen zu halten: „Dafür geben alle von Freitag bis Sonntag Vollgas“, ist Bittermann zufrieden.

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