Bahnübergang an der B 60 sorgt für Unmut. Autofahrer beklagen Wartezeiten von bis zu 30 Minuten. FPÖ will sich für kürzere Schließzeiten des Schrankens einsetzen.

Von Theresa Puchegger. Erstellt am 06. Februar 2019 (04:45)
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FP-Ortsparteiobmann Bernhard Skaumal und VP-Bürgermeister Kurt Wimmer beim Bahnschranken.

Während an der B 15 an einer Bahn-Überführung gearbeitet wird, sorgt ein anderer Bahnübergang auf Gemeindegebiet derzeit für Unmut: Lange Autoschlangen und Wartezeiten von bis zu 30 Minuten fordern an der B 60 in Richtung Margarethen die Geduld der Autofahrer. Immer wieder werden auf Facebook Forderungen nach kürzeren Schließzeiten des dortigen Schrankens laut.

FP-Obmann Bernhard Skaumal und FP-Vizebürgermeisterin Doris Görlich haben nun die Initiative ergriffen und wollen sich bei den ÖBB für eine Verbesserung starkmachen. „Wir wollen, dass der Übergang autofahrerfreundlicher geregelt wird, sofern die Sicherheit das zulässt“, sagt Skaumal. Deshalb hat er mit Görlich bereits eine Mail an die ÖBB gesendet.

Diese hätten darauf verwiesen, dass nicht die ÖBB selbst, sondern die zuständige Behörde – Verkehrsministerium, Land oder Bezirkshauptmannschaft – die Schließzeiten des Schrankens regle. „Sie werden unsere Bitte aber an die Behörde weiterleiten, die prüfen wird, ob die Öffnungszeiten verbessert werden können“, erzählt Skaumal.

Bürgermeister Wimmer strebt Unterführung an

VP-Bürgermeister Kurt Wimmer begrüßt die Initiative, glaubt aber, dass kürzere Schließzeiten nur schwer zu erreichen sein werden. „Das Thema verfolgt uns schon lange. Wir haben oft versucht, die Wartezeiten zu verbessern“, erzählt er. Wimmers Ziel ist eine langfristige Lösung des Problems durch die Errichtung einer Unterführung. „Die Wartezeiten werden immer länger, weil die Zugfrequenz steigt. Wir müssen schauen, dass der Schranken wegkommt“, meint er.

ÖBB-Pressesprecher Christopher Seif begründet die langen Schließzeiten des Schrankens damit, dass es sich bei der Ostbahn um eine zweigleisige, stark befahrene Strecke handle. Deshalb würden oft mehrere Züge in kurzen Abständen den Übergang befahren. „Ein Öffnen zwischen den Zügen ist nicht möglich, weil die Zeit zwischen den Zügen für Öffnen der Schranken, Durchfahren und Schließen zu kurz ist“, erklärt Seif.

Während einer kürzlich erfolgten Sanierung des Bahnübergangs wurden die Schranken händisch geregelt. Das kann sich Skaumal auch als dauerhafte Lösung während der Stoßzeiten vorstellen. Er will nun die Antwort der Behörde abwarten, das Thema aber jedenfalls weiterverfolgen. „Wir werden nicht lockerlassen, bis eine Lösung gefunden wird“, betont er.

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